Länger hat man nichts mehr von ihr gehört. Aber ist es überhaupt eine Sie? Der Name jedenfalls deutet darauf hin, dass Nessie ein Weibchen sein könnte. Bleiben wir doch bei Monster, das schließt alle Geschlechter ein. Namensgebend für das legendäre Ungeheuer ist der schottische Loch Ness, ein Süßwassersee in den schottischen Highlands.
Flotte PR-Aktion
Wer mal da war, dürfte allerdings in zweierlei Hinsicht enttäuscht sein, denn der riesige Loch Ness liegt zwar landschaftlich sehr schön, ist dann aber doch nur ein ruhiges Gewässer, dessen glatte Oberfläche kaum Überraschungen bietet.
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Die zweite Enttäuschung folgt zügig, denn die Oberfläche bleibt glatt. Kein Saurier erhebt sich bedrohlich brüllend aus der Tiefe, um endlich Schluss zu machen mit all den Mythen und Legenden um Europas berühmtestes Ungeheuer. Und um all die Spötter in die Schranken zu weisen, die behaupten, Nessie sei ein Hirngespinst, eine Urban beziehungsweise Country Legend, ein Märchen also.
Das sich allerdings hartnäckig hält, schon im Mittelalter will ein irischer Mönch ein „Wasserungeheuer“ in dem aus dem See entspringenden Fluss Ness gesichtet haben. Eine Geschichte, die die Managerin des örtlichen Hotels Drumnadrochit, Aldie Mackay, vor 90 Jahren eifrig weiterspann, als sie eines Abends in die Hotelbar stürmte, um den überraschten Gästen mitzuteilen, sie habe im Loch Ness eine Bestie gesehen.
Drohnen, Infrarotkameras und ein Hydrophon
Seitdem beschäftigt Nessie Menschen nicht nur in Schottland. Filme, Fotos, meist grobkörnig, und viele Theorien sollen die Existenz belegen, ganze Vereine beschäftigen sich mit der Frage, was da leben könnte in diesem sehr tiefen See. Bereits 1972 wurde Loch Ness systematisch durchkämmt, ohne Erfolg.
Nun findet am Wochenende ein neuer Versuch statt, Nessie auf die Pelle zu rücken, dem 37 Kilometer langen, aber nur 1,5 Kilometer breiten See sein Geheimnis zu entreißen. Organisiert vom Loch Ness Centre werden Freiwillige aus der ganzen Welt an der vermutlich größten Oberflächenbeobachtung des Sees teilnehmen, online und vor Ort. In Zusammenarbeit mit einem Forschungsteam soll Hightech zum Einsatz kommen: Drohnen, Infrarotkameras und ein Hydrophon, das akustische Signale aufspüren soll. Ein Fund wäre eine Sensation. Aber auch so wird die Aktion die Besucherzahlen am Loch Ness, dem zweitgrößten, aber wohl berühmtesten See Schottlands in die Höhe treiben.
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