Sportpolitik

IOC fällt auf Fake-Anruf russischer Trolle herein

Seit einiger Zeit legt eine russische Gruppe Spitzenpolitiker und Prominente mit Anrufen herein. Jetzt hat es auch das IOC erwischt.

dpa
2 Min
Das IOC ist Opfer eines Fake-Anrufs geworden.

Das IOC ist Opfer eines Fake-Anrufs geworden.

© Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa

Während des Anrufs hätte sich eine Person als Präsident der Afrikanischen Union ausgegeben und das IOC um Argumente gegen die Politisierung des Sports durch die russische Regierung gebeten, hieß es in der Mitteilung.

Welche IOC-Funktionäre Ziel des Anrufs waren und was genau besprochen wurde, teilte der Dachverband nicht mit. In den vergangenen Monaten waren bereits Bundesaußenminister Robert Habeck (Grüne), Altkanzlerin Angela Merkel, die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, Prinz Harry und Pop-Superstar Elton John auf Desinformation spezialisierten russischen Trollen auf den Leim gegangen.

Verschärfte Tonlage zwischen dem IOC und Russland

Das IOC hatte schon im vergangenen Herbst auf eine Desinformationskampagne hingewiesen. Auf Telegram und anderen Plattformen seien gefälschte Zitate und Mitteilungen aufgetaucht, die angeblich vom IOC stammen sollten.

Zuletzt hatte sich die Tonlage zwischen dem IOC und Russland weiter verschärft. Russische Sportler waren nach Beginn des Angriffskriegs in der Ukraine zunächst von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen worden. An den Olympischen Spielen in Paris im Sommer dürfen Athletinnen und Athleten aus Russland nur unter neutraler Flagge teilnehmen. Von der Athletenparade bei der Eröffnungsfeier bleiben sie ausgesperrt.

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