Im Westen des Irak sind am Samstag nach Angaben aus Sicherheitskreisen rund ein Dutzend Raketen auf einen Stützpunkt der von den USA angeführten internationalen Militärkoalition abgefeuert worden. Mehrere ballistische Raketen hätten den Luftwaffenstützpunkt Ain al-Assad in der Provinz Al-Anbar getroffen, sagten ein Vertreter des US-Militärs und der irakischen Polizei der Nachrichtenagentur AFP.
Eine „erste Bewertung der Schäden“ dauere noch an, erklärte der US-Militärvertreter. Nach vorläufigen Informationen sei jedoch ein Mitglied der irakischen Sicherheitskräfte schwer verletzt worden.
„Islamischer Widerstand im Irak“ greift US-Militär an
Seit dem Beginn des Krieges zwischen Israel und der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas am 7. Oktober haben die Angriffe auf von der US-Armee genutzte Stützpunkte im Irak und in Syrien deutlich zugenommen. Das US-Militär registrierte seit Mitte Oktober mehr als hundert solcher Angriffe.
Zu den meisten Angriffen bekannte sich eine Gruppe mit dem Namen „Islamischer Widerstand im Irak“, die laut Washington mit dem Iran in Verbindung steht. Im Irak sind rund 2500 US-Soldaten stationiert, im Nachbarland Syrien 900. Die von den USA angeführte internationale Militärkoalition in diesen Ländern wurde 2014 gegründet, um die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zurückzudrängen.
Der irakische Regierungschef Mohammed Schia al-Sudani hatte Anfang Januar gefordert, den Einsatz der internationalen Militärkoalition in seinem Land zu beenden.
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