Iran-Krieg

US-Militär fängt erneut iranische Drohnen über Straße von Hormus ab

Nach Angriffen auf Golfstaaten prüft Washington, ob iranische Vermögen konfisziert werden können, um den Wiederaufbau zu finanzieren.

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Die Schifffahrtsroute am Persischen Golf ist im Konflikt der USA mit dem Iran erneut Schauplatz militärischer Auseinandersetzungen geworden.

Die Schifffahrtsroute am Persischen Golf ist im Konflikt der USA mit dem Iran erneut Schauplatz militärischer Auseinandersetzungen geworden.

© Kyodo/dpa

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben zwei weitere iranische Angriffsdrohnen über der Straße von Hormus abgeschossen. Die unbemannten Flugkörper hätten den internationalen Schiffsverkehr in der Meerenge bedroht, teilte das US-Regionalkommando Centcom am Samstag auf der Plattform X mit. Die amerikanischen Streitkräfte seien weiter bereit, sich gegen iranische Angriffe zu verteidigen. Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete ebenfalls unter Berufung auf Centcom darüber.

Bereits am frühen Samstag hatten US-Streitkräfte laut Centcom iranische Küstenradaranlagen in Goruk und auf der Insel Kischm in der Straße von Hormus beschossen, nachdem zuvor weitere Drohnen abgefangen worden waren. Über die Meerenge wurde vor Kriegsbeginn rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports abgewickelt.

Finanzministerium prüft Zugriff auf Teherans Vermögen

Parallel berichteten die Nachrichtenagentur Reuters und der US-Sender CBS News am Samstag unter Berufung auf eine mit dem Vorgang vertraute Person, das US-Finanzministerium prüfe, iranische Vermögen für Reparaturen und Wiederaufbau in den Golfstaaten heranzuziehen.

Finanzminister Scott Bessent habe ein Team beauftragt, die bisherigen Schäden in den verbündeten Staaten zu beziffern. Auch künftige Schäden durch iranische Angriffe sollten mit solchen Mitteln finanziert werden können. Welche Vermögen konkret betroffen wären – etwa eingefrorene Konten oder Sachwerte wie Öltanker – blieb laut CBS offen.

Angriffe auf Kuwait und Bahrain

Iran hatte laut Reuters am Samstag Ziele in Kuwait und Bahrain mit Raketen und Drohnen angegriffen. Die kuwaitische Armee teilte am selben Tag mit, sie habe sieben ballistische Raketen bekämpft, die über Wohngebieten geflogen seien; laut Centcom wurden sechs Raketen abgefangen, eine habe ihr Ziel nicht erreicht. Es habe Sachschäden, aber keine Verletzten gegeben. Ein Berater des iranischen Religionsführers hatte dem Sender CNN am Freitag gesagt, ein Friedensabkommen hänge an der Freigabe von 24 Milliarden US-Dollar an in den USA eingefrorenen iranischen Vermögen.

Der Krieg begann am 28. Februar mit Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran. Der Iran reagierte mit Attacken auf Israel, US-Stützpunkte und Golfstaaten. Zugleich wurde eine neue Front im Libanon eröffnet. Der Konflikt hat im Iran und im Libanon bereits Tausende Todesopfer gefordert. Seit dem 8. April gilt zwischen den USA und dem Iran eine brüchige Waffenruhe.

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