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Iran-Krieg: Verteidigungsminister Hegseth hält trotz iranischer Angriffe an Waffenruhe fest

Pete Hegseth verteidigt den US-Marine-Einsatz zum Schutz von Tankern in der Straße von Hormus als rein defensiv. Der Iran droht derweil mit weiterer Eskalation.

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US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bei der Pressekonferenz am Dienstag im Pentagon.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bei der Pressekonferenz am Dienstag im Pentagon.

© Chip Somodevilla/ AFP

Trotz mehr als zehn iranischer Angriffe auf US-Streitkräfte seit Beginn der Waffenruhe hält das Pentagon an der Feuerpause mit Teheran fest. Das erklärten US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Gen. Dan Caine bei einer Pressekonferenz im Pentagon, wie CNN berichtet. Die Angriffe lägen „unterhalb der Schwelle“ für eine Wiederaufnahme von Kampfhandlungen, sagte Caine. „Es fühlt sich an, als würde der Iran nach Strohhalmen greifen.“

Hegseth bezeichnete laut CNN den Einsatz zum Schutz von Handelsschiffen in der Straße von Hormus als „getrennt und unterscheidbar“ von der laufenden Militäroperation in der Region. Die Mission sei „defensiver Natur, im Umfang begrenzt und zeitlich befristet“. Gegenüber Reportern betonte er: „Wir suchen keinen Kampf. Im Moment hält die Waffenruhe sicherlich, aber wir werden sehr genau hinschauen.“ Eine Zustimmung des Kongresses für die Fortsetzung des Krieges sei nicht erforderlich, da die Regierung weiterhin von einer geltenden Waffenruhe ausgehe.

Hintergrund der Pressekonferenz sind die Ereignisse vom Montag: Wie Reuters berichtet, zerstörte das US-Militär sechs iranische Schnellboote sowie Marschflugkörper und Drohnen, nachdem US-Präsident Donald Trump die Marine zum Schutz festsitzender Tanker in die Meerenge entsandt hatte. Die Operation trägt den Namen „Project Freedom“.

Teheran droht mit weiterer Eskalation – VAE-Ölhafen in Brand

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf warf den USA und ihren Verbündeten vor, durch Verstöße gegen die Waffenruhe die Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu gefährden. „Wir wissen sehr wohl, dass die Fortsetzung der gegenwärtigen Lage für die Vereinigten Staaten unerträglich ist, während wir noch nicht einmal begonnen haben“, schrieb Ghalibaf in den sozialen Medien.

Die Meerenge ist seit Beginn der US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar nahezu blockiert, was die Rohstoffpreise weltweit in die Höhe getrieben hat. CNN berichtet, dass die US-Benzinpreise seit Kriegsbeginn um 50 Prozent gestiegen sind und der Ölpreis weiter über 100 US-Dollar pro Barrel liegt.

Mehrere Handelsschiffe meldeten laut Reuters am Montag Explosionen oder Brände, ein Ölhafen in den Vereinigten Arabischen Emiraten geriet durch iranische Raketen in Brand. Die VAE führten daraufhin erneut Flugbeschränkungen ein. Das US-Militär teilte laut Reuters mit, zwei US-Handelsschiffe hätten die Meerenge mit Unterstützung von Lenkwaffenzerstörern passiert. Der Iran bestritt dies, doch die Reederei Maersk bestätigte, dass das US-geflaggte Schiff Alliance Fairfax am Montag unter US-Militäreskorte den Golf verlassen habe.

Iranische Medien zitierten laut Reuters einen Militärkommandeur mit den Worten, US-Streitkräfte hätten zivile Schiffe angegriffen und fünf Zivilisten getötet. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärte, die Vorfälle zeigten, dass es keine militärische Lösung der Krise gebe. Friedensgespräche unter Vermittlung Pakistans machten Fortschritte. Araghtschi reiste laut seinem Ministerium am Dienstag zu Gesprächen nach Peking.

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