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Iran-Krieg

Bericht: Iran bricht Verhandlungen ab und kündigt Hormus-Sperrung an – Ölpreis schießt hoch

Teheran bricht laut einem iranischen Bericht die Gespräche mit Washington ab und will die Straße von Hormus vollständig blockieren. Was bisher bekannt ist.

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Schiffe im Arabischen Meer vor der Straße von Hormus

Schiffe im Arabischen Meer vor der Straße von Hormus

© US Navy/imago

Iran hat offenbar den Austausch mit den USA über Vermittler eingestellt und will die Straße von Hormus vollständig sperren. Das berichtete die staatsnahe iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Montag. Als Begründung nannte Teheran demnach mehrmalige Verstöße gegen die geltende Waffenruhe.

Der Bericht verwies dabei vor allem auf israelische Militäreinsätze im Libanon gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz. „Es wird keinen Dialog geben, solange Israel sich nicht vollständig aus den besetzten Gebieten im Libanon zurückzieht und alle Angriffe sowohl auf den Libanon als auch auf den Gazastreifen einstellt“, berichtete Tasnim demnach.

Darüber hinaus sei beschlossen worden, die vollständige Sperrung der Straße von Hormus sowie die Aktivierung weiterer Fronten, darunter der Bab-al-Mandab-Meerenge, voranzutreiben. Dies sei Teil der Strategie, „die Zionisten und deren Unterstützer zu bestrafen“.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi hatte zuvor auf der Plattform X erklärt, die Waffenruhe zwischen Iran und den USA gelte „an allen Fronten, auch im Libanon“. Ein Verstoß an einer Front sei ein Verstoß an allen Fronten. Die USA und Israel trügen die Verantwortung für die Folgen einer solchen Verletzung.

Das Weiße Haus und das US-Zentralkommando reagierten nach Angaben des US-Senders CNBC zunächst nicht auf Anfragen zu dem Tasnim-Bericht.

Ölpreise steigen deutlich

Die Nachrichten aus Teheran trieben am Montag die Ölpreise nach oben. Die Nordseesorte Brent legte laut Reuters um 6,6 Prozent auf 97,14 US-Dollar je Barrel zu, die US-Sorte WTI stieg um 7,7 Prozent auf 94,04 Dollar. Auslöser waren Sorgen vor einer vollständigen Sperrung der Straße von Hormus.

Iran wirft USA wechselnde Positionen vor

Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei begründete die schleppenden Verhandlungen laut der Nachrichtenagentur Reuters zuletzt mit tiefem Misstrauen und widersprüchlichen Signalen aus Washington. Die US-Seite ändere ständig ihre Positionen und stelle „neue oder widersprüchliche Forderungen“, sagte Baghaei. Sollte dies eine Verhandlungstaktik sein, werde sie bei Iran nicht funktionieren; sollte sie Uneinigkeit in der US-Regierung widerspiegeln, müsse Washington rasch eine klare Position finden. Über Details des Atomdossiers sei noch nicht verhandelt worden. Kernforderung Teherans bleibe die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder.

Zugleich verschärft sich die militärische Lage in der Region. Die USA erklärten, sie hätten am Wochenende iranische Militärstandorte angegriffen. Die iranischen Revolutionsgarden teilten am Montag mit, im Gegenzug einen US-Stützpunkt in Kuwait beschossen zu haben. Baghaei warf den USA Verstöße gegen die Waffenruhe durch Angriffe auf iranische Südprovinzen vor und erklärte, Iran sei nach dem Selbstverteidigungsprinzip zu Gegenmaßnahmen berechtigt.

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