UPDATE

Eurovision Song Contest

Isaak fährt für Deutschland zum ESC

Isaak konnte sich im Vorentscheid für den Eurovision Song Contest qualifizieren. Am 11. Mai zeigt sich, ob sein Song „Always On The Run“ Deutschland endlich wieder besser abschneiden lässt.

Team News Weronika Peneshko dpa
3 Min
Isaak überzeugte mit dem Song „Always On The Run“.

Isaak überzeugte mit dem Song „Always On The Run“.

© Christoph Soeder/dpa

Seine Vermutung, warum er den Vorentscheid gewonnen hat? „Vielleicht war es die Ruhe, die ich mir bewahrt habe“, sagte er im Anschluss an seinen Sieg. „Ich war 100 Prozent bei mir.“ Er habe alle Analysen und alle Spekulationen im Netz vorab ausgeblendet. Unter Wettanbietern galt der Singer-Songwriter Ryk als klarer Favorit. Wettstatistiken waren in der Vergangenheit bei ESC-Wettbewerben oft ein guter Indikator.

Seinen ersten Auftritt hatte Isaak Guderian 2011 im Rahmen der Sendung X-Factor. Während der Corona-Pandemie gewann der zweifache Vater die digitale Talentshow „Show your Talent“.

Isaak, die Überraschung beim ESC-Vorentscheid

Beim Vorentscheid gab es, wie dann auch beim ESC am 11. Mai in Malmö, ein zweiteiliges Votum. 50 Prozent der Stimmen lieferte das Publikumsvoting, die anderen 50 Prozent die Entscheidung einer internationalen Jury aus acht Ländern. Isaak belegte im Publikumsvoting den ersten Platz. Auch bei der internationalen Jury stand Isaak am höchsten im Kurs. Er erhielt insgesamt 74 Punkte. Max Mutzke, der als bekanntester Musiker im Vorentscheid sein Glück versuchte, bekam 55 Punkte von der internationalen Jury und war auch im Publikumsvoting auf Platz zwei.

Mit angetreten waren zudem das Elektro-Duo Galant, die junge Leona, die folkige Niederländerin Bodine Monet, der Indie-Musiker NinetyNine, die Schlagersängerin Marie Reim und der als Favorit gehandelte Ryk.

Eurovision Song Contest: Endet am 11. Mai die deutsche Pechsträhne?

Im vergangenen Jahr hatte den ESC in Liverpool die Schwedin Loreen mit ihrem Europop-Hit „Tattoo“ gewonnen, sie erhielt im internationalen Voting 583 Punkte. Deutschland hingegen war auf dem letzten Platz gelandet – die Band Lord of the Lost sammelte mit „Blood and Glitter“ im Voting nur 18 Punkte. In der Sendung in der Nacht zum Samstag gab es immer wieder Seitenhiebe zu den schlechten Ergebnissen Deutschlands beim internationalen ESC.

Der letzte deutsche Sieg liegt auch schon lange zurück. 2010 holte Lena Meyer-Landrut den ersten Platz mit dem englischsprachigen Popsong „Satellite“. Seitdem gab es nur 2018 einen Lichtblick – Michael Schulte belegte mit „You Let Me Walk Alone“ den vierten Platz. Ansonsten war Deutschland immer in der hintersten Reihe.

Guten Morgen, Berlin Newsletter
Vielen Dank für Ihre Anmeldung.
Sie erhalten eine Bestätigung per E-Mail.
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de