Die Jubiläumsfeiern werden überschattet vom Streit um die Justizreform. In Tel Aviv begann am Abend eine große Kundgebung gegen die Reform.
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Israelische Soldatinnen und Soldaten und Familienangehörige gedenken in Jerusalem der Gefallenen und Terroropfer.
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Israelis stehen still und halten zwei Schweigeminuten ein, während die Sirenen zum jährlichen israelischen Gedenktag für gefallene Soldaten ertönen.
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Mehrere Städte, darunter auch Tel Aviv, wollen dabei nach Medienberichten stilles Feuerwerk einsetzen. Mit dieser geräuschreduzierten Variante soll unter anderem auf Soldaten mit Posttraumatischer Belastungsstörung Rücksicht genommen werden. Das Knallen der Feuerwerkskörper könnte Betroffene sonst mental wieder in Kampfsituationen zurückversetzen.
Wieder große Kundgebung gegen die Justizreform
Die Jubiläumsfeiern werden überschattet vom Streit um die Justizreform, die Gegner als Gefahr für die Demokratie ablehnen. In Tel Aviv begann am Abend eine große Kundgebung gegen die Reform. Israels Staatspräsident Izchak Herzog hatte den Streit in einem Interview als „schlimmste interne Krise seit der Gründung des Staates“ vor 75 Jahren eingestuft. Gleichzeitig äußerte er im Gespräch mit der israelischen Nachrichtenseite ynet die Hoffnung, das Land könne gestärkt aus dem Drama hervorgehen.
Am Dienstag gedachte Israel seiner gefallenen Soldaten und Terroropfer. Bei Gedenkzeremonien kam es zu Protesten gegen Regierungsvertreter sowie Streit zwischen Gegnern und Befürwortern der Reform.
Am Mittwoch ist eine Luftparade über weiten Teilen des Landes geplant. Erstmals nimmt daran auch die deutsche Luftwaffe teil. Ein Eurofighter des Typs Eagle Star 2.0 wird dabei von Luftwaffen-Inspekteur Ingo Gerhartz persönlich geflogen. Die Flügel des Kampfjets sind mit der deutschen und der israelischen Flagge dekoriert.
Der Staat Israel wurde am 14. Mai 1948 ausgerufen. Staatsgründer David Ben Gurion verlas damals in Tel Aviv die Unabhängigkeitserklärung. Israel feiert sein Jubiläum nach dem hebräischen Kalender und somit in diesem Jahr früher.
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