Nahost-Konflikt

Israel greift nach Beschuss Hamas-Ziele in Gaza an

Die Spannungen im Nahen Osten halten an, etwa auf dem Tempelberg in Jerusalem. Aus dem Gazastreifen und dem Libanon werden Raketen in Richtung Israel abgefeu...

dpa
2 Min
Rauch und Feuer steigen nach einer Explosion auf, die durch einen israelischen Luftangriff auf Gaza-Stadt verursacht wurde.

Rauch und Feuer steigen nach einer Explosion auf, die durch einen israelischen Luftangriff auf Gaza-Stadt verursacht wurde.

© Adel Hana/AP

Im israelischen Schelomi nahe der Grenze zum Libanon hat eine Rakete Gebäude beschädigt.

Im israelischen Schelomi nahe der Grenze zum Libanon hat eine Rakete Gebäude beschädigt.

© Ilia Yefimovich/dpa

Israelische Polizei in der Altstadt von Jerusalem - nach neuen Zusammenstößen mit Palästinensern am Tempelberg.

Israelische Polizei in der Altstadt von Jerusalem - nach neuen Zusammenstößen mit Palästinensern am Tempelberg.

© Mahmoud Illean/AP

Zuvor waren laut Armee 34 Raketen aus dem Libanon auf israelisches Gebiet gefeuert worden - so viele wie seit 2006 nicht mehr. Ein Großteil sei abgefangen worden. Zwei Menschen im Norden Israels wurden den Angaben zufolge leicht verletzt. Die israelische Armee geht von einer Beteiligung der im Gazastreifen herrschenden Hamas oder der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad aus. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Abend ein hartes Vorgehen angedroht.

Der Eskalation vorausgegangen waren Zusammenstöße der israelischen Polizei mit Palästinensern auf dem Tempelberg (Al-Haram al-Scharif) in Jerusalem. Medienberichten zufolge setzte die Polizei zwei Nächte in Folge Schlagstöcke, Tränengas und Gummigeschosse ein, um Palästinenser aus der Al-Aksa-Moschee zu entfernen. Eine Polizeisprecherin teilte mit, Jugendliche hätten zuvor Feuerwerkskörper und Steine auf Polizisten geworfen und versucht, sich in der Moschee zu verbarrikadieren.

Der Tempelberg mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee ist die drittheiligste Stätte im Islam. Er ist aber auch Juden heilig, weil dort früher zwei jüdische Tempel standen. Auf dem Gelände um die Moschee kommt es immer wieder zu gewalttätigen Konfrontationen.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema