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Nahost

Israel trifft Irans Machtzentrum: Sicherheitsratchef und Basidsch-Kommandeur offenbar getötet

Israel meldet gezielte Angriffe auf zentrale Figuren des iranischen Machtapparats. Verteidigungsminister Katz erklärt, der Sicherheitsrat-Chef sei getötet worden – eine Bestätigung fehlt.

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Israelischen Angaben zufolge wurde der iranische Sicherheitsrat-Chef Ali Laridschani gezielt angegriffen.

Israelischen Angaben zufolge wurde der iranische Sicherheitsrat-Chef Ali Laridschani gezielt angegriffen.

© Uncredited/dpa

Israel hat seine Angriffe auf die Führung des Iran deutlich ausgeweitet und nach eigenen Angaben erneut zentrale Figuren des Machtapparats ins Visier genommen. Bei nächtlichen Luftschlägen in Teheran sei gezielt gegen die politische und sicherheitspolitische Spitze des Landes vorgegangen worden.

Im Zentrum stand dabei der iranische Sicherheitsrat-Chef Ali Laridschani. Israelische Medien berichten, dass Laridschani gemeinsam mit seinem Sohn in einer konspirativen Wohnung angegriffen worden sei. Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, Laridschani sei „eliminiert“ worden, und kündigte an, die Führung in Teheran weiter gezielt ins Visier zu nehmen.

Noch am vergangenen Freitag war der iranische Sicherheitsrat-Chef öffentlich bei den Al-Kuds-Demonstrationen zu sehen. Eine Bestätigung seines Todes aus dem Iran liegt bislang nicht vor.

Laridschani zählt zu den einflussreichsten Figuren im Iran

Laridschani zählt seit Beginn des Iran-Kriegs zu den einflussreichsten Figuren der iranischen Führung. Nach der Tötung des langjährigen Revolutionsführers Ali Chamenei durch Israel Ende Februar habe er eine zentrale Rolle in der politischen und sicherheitspolitischen Steuerung des Landes übernommen, berichten israelische Medien. Offiziell gilt zwar Chameneis Sohn Modschtaba Chamenei als Nachfolger, sein Gesundheitszustand ist jedoch unklar.

Laridschani war zuletzt unter anderem für Verhandlungen mit westlichen Staaten zuständig und trat öffentlich als wichtiger Vertreter des Systems auf. Beobachter sehen in ihm einen der entscheidenden Machtfaktoren im aktuellen Führungssystem.

Als gesichert gilt nach Angaben der israelischen Armee hingegen die Tötung des Basidsch-Kommandeurs Gholamreza Soleimani. Er sei bei einem Angriff auf ein provisorisches Lager der paramilitärischen Einheit ums Leben gekommen, teilten die Streitkräfte mit. Auch sein Stellvertreter sowie weitere ranghohe Mitglieder seien getötet worden. Die Basidsch gilt als zentrale Stütze des Regimes und spielt eine Schlüsselrolle bei der Niederschlagung von Protesten.

Die Angriffe sind Teil einer breiteren israelischen Militärkampagne gegen iranische und mit dem Iran verbundene Akteure. Nach Angaben der Armee wurden zuletzt auch führende Mitglieder der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad in Teheran ins Visier genommen. Der Funktionär Akram al-Ajouri sei dabei vermutlich getötet worden, eine Bestätigung steht noch aus.

Parallel zur Eskalation setzt Israel seine Operationen auch in anderen Regionen fort. Nach Militärangaben rückten israelische Einheiten weiter in den Süden des Libanon vor. In der Nacht feuerte der Iran zudem erneut Raketen auf Israel, Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht. Der Iran wiederum hat in der Nacht zum Dienstag seine Angriffe auf Nachbarstaaten in der Golfegion verschärft.

Die Lage bleibt unübersichtlich. Viele der Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

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