Nahostkonflikt

Iranischer Großangriff trifft Israel – IDF warnt vor langem Krieg

Ein iranischer Großangriff fordert in Israel eine Tote und mehrere Verletzte. Die Armee warnt vor einem langen Krieg – und spricht von ihrer komplexesten Operation.

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Israels Armeechef Eyal Zamir (M.), überwacht den Situationsraum der israelischen Luftwaffe.

Israels Armeechef Eyal Zamir (M.), überwacht den Situationsraum der israelischen Luftwaffe.

© IDF/dpa

Bei einem neuen iranischen Raketenangriff auf Israel ist am Freitag eine Frau ums Leben gekommen, mindestens 23 Menschen wurden verletzt. Wie der Rettungsdienst Magen David Adom (MDA) mitteilte, erlitt eine 51-jährige Frau in der Stadt Karmiel einen Herzinfarkt, als sie sich vor Raketen in Sicherheit brachte.

In Haifa wurden laut MDA drei Menschen schwer verletzt, darunter ein 16-jähriger Junge. Die übrigen 20 Personen erlitten leichte Verletzungen. Insgesamt seien rund 25 Raketen abgefeuert worden. In mehreren Teilen in Zentral- und Südisrael gab es Einschläge, aber keine weiteren Verletzten, berichtet The Times of Israel.

Die israelische Heimatschutzbehörde hält die aktuellen Sicherheitsvorgaben vorerst bis Samstagabend aufrecht. Versammlungen bleiben eingeschränkt erlaubt, Schulen bleiben geschlossen.

IDF-Chef: Israel startet beispiellose Militäraktion

Unterdessen warnte Generalstabschef Eyal Zamir die Bevölkerung in einer Videoansprache vor einer lang andauernden militärischen Auseinandersetzung mit dem Iran. Die israelische Armee (IDF) habe „die wohl komplexeste Operation in der Geschichte des Landes“ begonnen, um eine „existenzielle Bedrohung“ durch den Iran abzuwenden. Der Angriff auf den Iran sei ein Präventivschlag gegen das Raketenarsenal und die fortgeschrittenen Nuklearaktivitäten gewesen, so Zamir. „Wir haben gehandelt, bevor der Iran 8000 Raketen hätte erreichen können.“

Die Operation habe erhebliche Schäden an iranischer Kommandostruktur, Raketenstellungen und Teilen des Atomprogramms verursacht. Etwa die Hälfte der iranischen Abschussanlagen sei zerstört worden – einige nur Minuten vor dem Start.

Zamir betonte, man habe sich auf diesen Moment jahrelang vorbereitet und den Angriff zum „richtigen Zeitpunkt“ ausgeführt. „Die Geschichte hätte uns nicht verziehen, wenn wir nicht gehandelt hätten“, so Zamir. Die israelische Armee sei bereit für eine längere Kampfphase, betonte er. Der Feind werde weiter versuchen, gezielt Zivilisten anzugreifen – „doch das israelische Hinterland ist nicht unsere Schwäche, sondern unsere Stärke“.

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