Nahost

Israelische Armee kündigt Einsatz „beispielloser Gewalt“ in der Stadt Gaza an

Die israelische Armee warnt vor einer weiteren Ausweitung ihrer Offensive im Gazastreifen. Dazu findet ein Armeesprecher scharfe Worte.

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Rauch steigt hinter den Überresten zerstörter Häuser nach einem Bombardement der israelischen Armee in der Stadt Gaza auf.

Rauch steigt hinter den Überresten zerstörter Häuser nach einem Bombardement der israelischen Armee in der Stadt Gaza auf.

© Abdel Kareem Hana/AP

Die israelische Armee will offenbar zeitnah ihre Großoffensive im Gazastreifen weiter ausbauen. Dazu kündigte ein Armeesprecher im Onlinedienst X am Freitag den Einsatz „beispielloser Gewalt“ in der Stadt Gaza an. Den Kommentar machte Oberst Avichay Adraee, der arabischsprachige Sprecher der IDF als Warnung an Palästinenser. Zugleich kündigte er die Schließung einer zweiten Evakuierungsroute für Bewohner von Gaza-Stadt in den südlichen Gazastreifen an, die Anfang der Woche eröffnet wurde und deren Schließung für Freitag geplant war.

„Um Ihre Sicherheit zu gewährleisten, ergreifen Sie die Gelegenheit und schließen Sie sich den Hunderttausenden von Einwohnern der Stadt an, die nach Süden in die humanitäre Zone gezogen sind, und lassen Sie nicht zu, dass die Hamas Sie als menschliche Schutzschilde missbraucht“, schließt Adraee seinen Post. Palästinenser, die Gaza-Stadt evakuieren wollen, können dies nur noch über die Rashid-Küstenstraße tun, die seit einigen Monaten für den Verkehr geöffnet ist.

Offensive auf Gaza-Stadt könnte israelische Geiseln gefährden

In der Nacht zum Dienstag hatte Israel eigenen Angaben zufolge eine Großoffensive in der Stadt Gaza begonnen. Nach Medienberichten beschossen die Israelis die Stadt mit Panzern und mit Kampfflugzeugen. Die palästinensische Terrorgruppe Hamas hatte im Oktober 2023 aus dem Gazastreifen heraus Israel überfallen und Geiseln verschleppt. Israel reagierte mit einem massiven Bombardement des Gazastreifens und einer Bodenoffensive.

Angehörige der israelischen Geiseln werfen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor, die noch lebenden Geiseln mit der Bodenoffensive in der Stadt Gaza zu opfern. Auch der Armee-Chef selbst hatte in diesem Zusammenhang vor einer Ausweitung der Offensive gewarnt.

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