Debatte

Katholischer Journalist: Sobald die Anti-Woken die Macht haben, verwenden sie woke Methoden

Anti-Wokeness tue nur so, als sei sie anders als ihr Gegner, sagt Benjamin Leven. Wie geht es also weiter mit diesem ewigen Kulturkampf? Ein Interview.

Kevin Gensheimer Interview: Kevin Gensheimer
9 Min
Nicht nur in den USA entfacht gerade ein neuer Kulturkampf. Wer wird ihn gewinnen?

Nicht nur in den USA entfacht gerade ein neuer Kulturkampf. Wer wird ihn gewinnen?

© Bryan Olin Dozier/imago

Eine Videokolumne sorgte jüngst für Aufmerksamkeit. Der deutsche Journalist Benjamin Leven sprach in dem Videoformat „Der zweite Blick“ des katholischen Magazins Communio über Wokeness und ihre Gegenbewegung. Er kommt zum Schluss: Noch schlimmer als die Wokeness sei nur die Anti-Wokeness.

Wütend, aber vor allen Dingen irritiert waren die Reaktionen im Netz. Der ehemalige AfD-Politiker Marcus Pretzell warf ihm vor, den Begriff der Anti-Wokeness falsch zu verstehen. Vom rechtsextremen Aktivisten Martin Sellner wurde Leven als „verlässlich-nützlicher Idiot des linken Kulturkampfs“ beschimpft. Welt-Journalist Robin Alexander hingegen beschrieb die provokante Kolumne als „die Fastenpredigt der Stunde“. Warum stört sich Benjamin Leven sowohl an der Wokeness als auch an der Anti-Wokeness? Welches Lager führt gegenwärtig den Kampf und die kulturelle Hegemonie? Und welche Weltanschauung ist in der Lage, Wokeness und Anti-Wokeness abzulösen?

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