Energie

Italien bunkert teures LNG: Jetzt fällt Deutschland bei den Gasspeichern zurück

Rom treibt die Befüllung der Gasspeicher mit Anreizen und Bußgeldern voran. Deutschland setzt weiter auf den Markt. Im Winter zeigt sich, welche Strategie aufgeht.

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Italien ist im Juli erstmals zum größten LNG-Importeur der EU aufgestiegen.

Italien ist im Juli erstmals zum größten LNG-Importeur der EU aufgestiegen.

© VCG/imago

Italien kauft trotz stark gestiegener Gaspreise große Mengen Flüssigerdgas (LNG), um seine Gasspeicher vor dem Winter zu füllen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Schiffsverfolgungsdaten. Im Juli stieg das Land dadurch laut Bericht erstmals zum größten LNG-Importeur der EU auf.

Die italienischen Speicher sind laut Daten von Gas Infrastructure Europe (GIE) inzwischen zu rund 75 Prozent gefüllt, die deutschen dagegen nur zu 47 Prozent. Dahinter stehen zwei gegensätzliche Wetten auf die weitere Entwicklung der europäischen Gaskrise: Italien kauft teuer ein, während Deutschland auf günstigere Marktbedingungen setzt. Sollten die Lieferausfälle im Nahen Osten anhalten und die Gaspreise weiter steigen, könnte sich die teure Bevorratung im Winter auszahlen. Entspannt sich der Markt hingegen, hätte Italien seine Speicher auf Kosten der Verbraucher mit teurem Gas gefüllt.

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