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Italien

Busunglück in Venedig: Unter den Todesopfern sollen drei Deutsche sein

Bei dem schrecklichen Unfall sollen laut italienischen Behörden auch drei Deutsche ums Leben gekommen sein. Eine offizielle Bestätigung aus Deutschland gab es dafür zunächst nicht.

Team News dpa/BLZ
2 Min
An der Unglücksstelle wurden Blumen an einem Geländer befestigt. 

An der Unglücksstelle wurden Blumen an einem Geländer befestigt. 

© Matteo Chinellato/Imago

Bei dem schweren Busunglück in Venedig sollen drei Deutsche ums Leben gekommen sein. Dies berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Mittwochabend unter Berufung auf die zuständige Präfektur. Eine offizielle Bestätigung aus Deutschland gab es dafür zunächst nicht. Insgesamt starben bei dem Unglück in der norditalienischen Lagunenstadt am Dienstagabend 21 Menschen, 15 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. 

Am Tag danach sind noch viele Fragen offen. Mindestens fünf der Todesopfer kommen nach Angaben der italienischen Behörden aus der Ukraine. Wegen des Brandes wird befürchtet, dass es längere Zeit dauern könnte, bis die Identität aller Todesopfer mit Sicherheit festgestellt ist. 

Busunglück in Venedig: Busfahrer hatte wohl gesundheitliche Probleme 

Im Fokus der Ermittlungen steht der 40-jährige Busfahrer, der ebenfalls ums Leben kam. Derzeit sei die Hauptvermutung, dass er während der Fahrt gesundheitliche Probleme bekommen habe, sagte der Regierungschef der Region Venetien, Luca Zaia. Auch der italienische Verkehrsminister Matteo Salvini sprach im Fernsehsender Rete4 von der Vermutung, dass der Unfall womöglich auf ein plötzliches Unwohlsein oder einen Krankheitszustand des Fahrers zurückzuführen sein könnte.

Die Unglücksstelle am Tag nach dem Unfall. 

Die Unglücksstelle am Tag nach dem Unfall. 

© Pixsell/Imago

Die Staatsanwaltschaft leitete noch in der Nacht Ermittlungen ein. Auch andere Möglichkeiten werden nicht ausgeschlossen. Aufschlüsse erhoffen sich die Ermittler von einer Überwachungskamera, die an dieser Stelle auf der etwa 70 Jahre alten Straße den Verkehr im Blick hat. Möglicherweise hat auch eine Kamera in dem modernen Elektrobus die Szene aufgezeichnet. Danach wurde in dem ausgebrannten Wrack auch am Mittwoch noch gesucht.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um den Shuttlebus eines Campingplatzes namens HU. Auf dem Gelände gibt es auch normale Hotelzimmer und Plätze für Wohnmobile. Einige junge deutsche Touristen, die dort übernachteten, sagten noch am Dienstagabend im Fernsehen: „Wir sollten den nächsten Bus nehmen. Aber der kam nicht. Und dann haben wir es gehört. Es ist eine Tragödie.“

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