Gericht

Gericht: Jan Böhmermann soll Fake News über Chef der Deutschen Cyberabwehr verbreitet haben

Vor zwei Jahren enthob die Innenministerin den BSI-Chef Arne Schönbohm nach Vorwürfen des ZDF-Comedians seines Amtes. Ein Münchner Gericht hält die Vorwürfe für falsch.

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Jan Böhmermann behauptete im Oktober 2022 in seiner Sendung „ZDF Magazin Royal“, dass der damalige Cyberchef Arne Schönbohm dem russischen Geheimdienst nahestehe.

Jan Böhmermann behauptete im Oktober 2022 in seiner Sendung „ZDF Magazin Royal“, dass der damalige Cyberchef Arne Schönbohm dem russischen Geheimdienst nahestehe.

© Rolf Vennenbernd/dpa

Seit einigen Jahren versuchen sich ZDF-Moderator Jan Böhmermann und sein Team in der investigativen Recherche. Brisante Themen zu recherchieren, ist nicht nur aufwendig und zeitintensiv, die Veröffentlichung des gesammelten Materials kann auch heftige Konsequenzen haben. Für alle Beteiligten. So behauptete Böhmermann im Oktober 2022, dass der damalige BSI-Chef Arne Schönbohm dem russischen Geheimdienst nahestehe. Kurz darauf suspendierte Bundesinnenministerin Nancy Faeser den damaligen Cyberabwehrchef.

Faeser begründete ihre Entscheidung damit, dass die Böhmermann-Sendung das Vertrauen in Schönbohm zerstört habe. Jetzt, zwei Jahre später, landet der Fall vor Gericht. Die vorläufige Einschätzung der Pressekammer des Münchner Landgerichts ist eindeutig – bei den Behauptungen von Jan Böhmermann soll es sich um Fake News gehandelt haben.

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