TV-Kritik

Jan van Aken trifft auf Norbert Röttgen bei Maischberger: Lachen die Russen über uns?

Bei Maischberger gerieten CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen und Linke-Chef Jan van Aken über den Weg zu Verhandlungen im Ukrainekrieg aneinander.

Max Kühlem Max Florian Kühlem
5 Min
Jan van Aken (Linke) und Norbert Röttgen (CDU) diskutieren bei Maischberger in der ARD.

Jan van Aken (Linke) und Norbert Röttgen (CDU) diskutieren bei Maischberger in der ARD.

© ARD Screenshot

Sandra Maischberger fächerte in ihrer aktuellen Sendung das politische Spektrum so weit wie möglich auf – ohne die AfD einzuladen. Das bedeutete, dass CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen neben dem Vorsitzenden der Linkspartei Jan van Aken Platz nahm. Dabei wurde zweierlei klar: Zum einen hat Jan van Aken ein überraschend klares Rezept für schnelle Verhandlungen im Krieg in der Ukraine. Zum anderen ist die Linke in den vergangenen Wochen offenbar trotz bestehendem Unvereinbarkeitsbeschluss näher an die CDU und damit die politische Mitte gerückt. An diesem Eindruck konnte auch das neue konservative Gesicht der ARD, die Journalistin Julia Ruhs, nichts ändern, die fand, dass die Brandmauer zu beiden Parteien (AfD und Linke) an den politischen Rändern bestehen bleiben sollte.

Größtes Thema der Runde waren die Verhandlungsbemühungen im Krieg in der Ukraine. Dass der ukrainische Präsident Selenskyj am Donnerstag in Ankara auf den russischen Präsidenten Putin warten will, hielten alle Kommentatoren für einen cleveren Schachzug. Spiegel-Journalist Markus Feldenkirchen fand „großartig“, dass Europa im Vorfeld mit einer Stimme aufgetreten sei. Als Trump sich eingeschaltet habe, sei jedoch klar geworden, dass „die vier aus Europa zurzeit noch Marionetten unter seiner Führung sind. Europa stellte ein Ultimatum, aber Trump fällt ihnen in den Rücken und erzählt nichts von Waffenstillstand. Das hat ihnen sofort vor Augen geführt, dass ihre Macht sehr begrenzt ist. Merz wollte vom Ultimatum dann heute auch nichts mehr so genau wissen“.

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