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„Die letzten drei Kernmitglieder“ verlassen mit Aplomb das Peng-Kollektiv

Ein langjähriger Konflikt um den Widerspruch zwischen Anonymität und Selbstdarstellung ist nach dem Erscheinen von Jean Peters‘ Peng-Buch eskaliert.

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Der Journalist und Aktionskünstler Jean Peters hat ein Buch über Peng! geschrieben und wird nun vom Kollektiv angegriffen.

Der Journalist und Aktionskünstler Jean Peters hat ein Buch über Peng! geschrieben und wird nun vom Kollektiv angegriffen.

© dpa/Britta Pedersen

„Die letzten drei Kernmitglieder“ (Selbstbezeichnung) gaben am Montag ihren Ausstieg per Twitter bekannt und schreiben im Statement, dass man sich schon seit 2016 in einem „andauernden internen Konflikt“ befinde. „Von Beginn an gab es im Kollektiv toxisches Verhalten, Chauvinismus, Sexismus, Selbstinszenierung, fehlenden Raum für Kritik, Reflexion und Meinungsvielfalt“. Auch ein „jahrelanger, kostspieliger und mühsamer Mediationsprozess“ konnte letztlich nicht den Widerspruch zwischen der Verfasstheit des Kollektivs und seinem inhaltlichen Anspruch auflösen, das sich „Gleichberechtigung, Queerfeminismus sowie hierarchiefreie, konsensbasierte und solidarische Arbeit“ auf die Fahnen geschrieben und geschworen hatte: „keine echten Namen, keine festen Strukturen, keine Anführer:innen, keine Selbstvermarktung, kein neoliberales Erfolgsstreben“.

Bekannt wurde das Kollektiv unter anderem für Tortenwürfe auf AfD-Politiker, die Aktion „Klingelstreich beim Kapitalismus“ und viele weitere Hack- und Fake-Aktionen – gegen Shell, Google, Vattenfall, die Bundeswehr und immer wieder Angela Merkel.

Aber wir wollen nicht zu früh aufgeben und das Scheitern eines utopischen Projekts bedauern, das nun ohne die Drei fortgesetzt werden soll, sondern uns an der auch nach innen gerichteten Angriffslust erfreuen und noch ein bisschen hoffen, dass das Ganze vielleicht eine Falle ist, um bürgerliche Kommentatoren zu entlarven. Titel des Peng-Buches von Jean Peters: „Wenn die Hoffnung stirbt, geht es trotzdem weiter“. 

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