Das Bundesverteidigungsministerium prüft die Vereinbarkeit des lateinischen Mottos der Feldjäger mit Bestimmungen zu durch die NS-Zeit diskreditierten Symbolen. Für die Bundeswehr gebe es „einen sehr klar definierten Traditionserlass“, sagte eine Sprecherin am Montag in Berlin. Das Ministerium werde „das Ganze prüfen“. Ergebnisse gebe es noch nicht.
Die Feldjäger sind die Militärpolizei der Bundeswehr. Sie nutzen den lateinischen Ausspruch „suum cuique“ („Jedem das Seine“) in Abzeichen, die etwa am Barrett getragen werden. Der Begriff geht auf die römische Philosophie zurück und beschreibt eigentlich ein klassisches Gerechtigkeitsprinzip. Er wurde jedoch von den Nationalsozialisten missbraucht und stand über dem Eingang des Konzentrationslagers Buchenwald bei Weimar.
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Die Ministeriumssprecherin wollte sich nicht zur Dauer und einem möglichen Ergebnis der Prüfung äußern. Die Bundeswehr habe aber bewiesen, dass sie in der Lage sei, „auch langjährige Tradition zu ändern“. So sei der Traditionserlass 2018 „komplett überarbeitet“ worden. Es gebe darin „sehr klare Kriterien und Maßstäbe“, an denen das Feldjäger-Motto nun gemessen werde.
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Der überarbeitete Traditionserlass war im März 2018 von der damaligen Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in Kraft gesetzt worden. Er sieht vor, dass bei der Traditionspflege künftig die eigene Geschichte der Bundeswehr im Mittelpunkt stehen soll.
In dem Erlass heißt es unter anderem: „Der verbrecherische NS-Staat kann Tradition nicht begründen. Für die Streitkräfte eines demokratischen Rechtsstaates ist die Wehrmacht als Institution nicht traditionswürdig.“ Ausdrücklich verboten ist das Zeigen nationalsozialistischer Symbole und Zeichen.
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