Kommentar

Die Lösung für Merz: Warum nicht Jens Spahn ins Kanzleramt?

Nach dem Rückzug als Fraktionschef wegen der Leihmutterschaftsdebatte scheint Spahns Karriere am Ende. Aber es gibt eine Chance zur Auferstehung im Herzen der Macht.

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Kanzleramtsminister Thorsten Frei (l.) dürfte neuer Unionsfraktionschef werden und Jens Spahn (r.) ersetzen. Doch wer folgt auf Frei im Kanzleramt? Warum nicht eine Rochade?

Kanzleramtsminister Thorsten Frei (l.) dürfte neuer Unionsfraktionschef werden und Jens Spahn (r.) ersetzen. Doch wer folgt auf Frei im Kanzleramt? Warum nicht eine Rochade?

© dts Nachrichtenagentur/Imago

Die Kunst der strategischen Demütigung. Es ist ein vertrautes Schauspiel im Berliner Regierungsviertel: Wenn die Stühle gerückt werden, staubt die Union ihre bewährtesten Kräfte ab. Thorsten Frei, bisheriger Kanzleramtschef und laut Friedrich Merz ein Mann, der „maßgeblich zum Gelingen der jüngsten Reformvorhaben beigetragen“ hat, soll nun die Fraktion führen.

Merz begründet diese Personalie mit Freis „zentraler Rolle bei der Regierungsarbeit und der Zusammenarbeit in der Koalition“. Das klingt nach einer Belobigung, ist aber vor allem eine Notlösung. Denn dort, wo Frei eine Lücke hinterlässt, gähnt nun ein Vakuum im Kanzleramt. Dieses kann eigentlich nur einer füllen: Jens Spahn selbst!

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