Arbeitswelt

Jette Nietzard auf Jobsuche: Kein Bock auf „40 Stunden im Büro sitzen“

Bald tritt sie als Co-Chefin der Grünen Jugend ab und braucht zum Ende des Jahres einen Job. Eine Bedingung: kein klassischer Bürojob. Wer kann helfen?

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Jette Nietzard, Sprecherin der Grünen Jugend, spricht bei der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen.

Jette Nietzard, Sprecherin der Grünen Jugend, spricht bei der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen.

© Michael Kappeler/dpa

Jette Nietzard, noch Co-Chefin der Grünen Jugend, sucht einen Job. Einen Job, der weit weg ist von klassischen 40-Stunden-Bürojobs. In einem TikTok-Video erklärt sie: „Leute, sagt mal, ich bin ja auf Jobsuche ab Oktober, November, Dezember so, mal gucken. Und es ist voll schwierig, weil ich habe jetzt so mega den Job gehabt mit so Reisen und politischem Machen und Presse und dies das, und jetzt will ich nicht irgendwie wieder 40 Stunden im Büro sitzen.“

Sie spricht von zahlreichen Möglichkeiten, sowohl im Inland als auch international: „Ich kann mir so viel vorstellen, ich will alles machen, alles gleichzeitig.“ Sie muss dabei aber auch Geld verdienen. „Aber ja, droppt mal, was es so für geile Sachen gibt, die man nicht kennt, die man machen kann.“ Dabei betont sie mehrfach, wie schwierig es sei, eine passende Stelle zu finden, die ihren Vorstellungen entspricht.

Nietzard ist seit Oktober 2024 Co-Sprecherin der Grünen Jugend

Erst vor wenigen Wochen hatte die 26-Jährige auf Instagram verkündet, sich nicht erneut zur Wahl der Bundesvorsitzenden der Grünen Jugend aufstellen zu lassen. Bis zur Neuwahl des Bundesvorstands der Grünen-Nachwuchsorganisation beim Bundeskongress Mitte Oktober in Leipzig will sie noch im Amt bleiben. Nietzard ist seit Oktober 2024 Co-Sprecherin der Jugendorganisationen.

In der Vergangenheit sorgte sie wiederholt mit provokanten Äußerungen für Aufsehen. So bezeichnete sie den Terrorangriff der Hamas sowie Israels Krieg gegen die Hamas als „militärische Operationen“, was zu heftiger Kritik führte. Auch ein Auftritt im Bundestag mit einem Pullover mit der Aufschrift „ACAB“ („All cops are bastards“, zu Deutsch „Alle Polizisten sind Bastarde“) sorgte für Empörung.

Nietzard ist nicht nur über Parteigrenzen hinweg umstritten, sondern wurde auch von eigenen Parteikollegen öffentlich kritisiert. Laut eigener Aussage wurde sie in der Vergangenheit ausgebuht, angeschrien und zum Rücktritt gedrängt. Ihr Co-Vorsitzender Jakob Blasel beklagte, dass „Menschen aus der eigenen Partei lieber öffentlich auf eine Einzelperson eingedroschen“ hätten, anstatt sich mit ihren Inhalten auseinanderzusetzen. Schon früh sei klar gewesen, dass sie im aktuellen Bundesvorstand keine Zukunft habe.

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