Woche der Meinungsfreiheit

Jim Knopf und die Cancel Culture in der Literatur

Die Frankfurter Buchmesse lud zu einer Online-Diskussion über den Stand der Meinungsfreiheit in Literatur und gesellschaftlicher Debatte ein.

3 Min
Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer: Henning Baum (r.) und Solomon Gordon.

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer: Henning Baum (r.) und Solomon Gordon.

© Warner Bros. Ent.

Mit Begriffsklärung ging es weiter. Der Zeit-Journalist Ijoma Mangold versuchte, Cancel Culture zu definieren, auch den Unterschied zur Debatte in den USA darzustellen. Im universitären Milieu der USA wäre es derzeit nicht einmal möglich, ohne Konsequenzen in einem Vortrag über den schwarzen Bürgerrechtler Martin Luther King das N-Wort zu wiederholen, obwohl der es bewusst eingesetzt hatte. Berufliche Folgen müssten Diskutierende in Deutschland nicht befürchten, überhaupt sei Cancel Culture weder Zensur noch Meinungsdiktatur. Mangold nennt sie eine Haltung, „die uns insgesamt alle verblödet“. Weil sie verhindere, dass man eine Meinung anhört, die man schwer verdaulich findet. Doch nur durch diese Möglichkeit könnte man gemeinsam klüger werden.

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