USA

Joe Biden tritt erstmals seit Krebsdiagnose öffentlich auf

Nach der Diagnose Prostatakrebs tritt Biden erstmals wieder öffentlich auf. Gleichzeitig werfen Enthüllungen und Vertuschungsvorwürfe Fragen über seine Zeit im Amt auf.

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Der ehemalige US-Präsident Joe Biden und seine Frau, Jill Biden.

Der ehemalige US-Präsident Joe Biden und seine Frau, Jill Biden.

© Susan Walsh/AP

Joe Biden hat sich erstmals öffentlich gezeigt, seitdem bekannt worden war, dass er an Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium leidet. Das Büro des ehemaligen US-Präsidenten hatte vergangene Woche bestätigt, dass bei dem 82-Jährigen eine aggressive Form der Krankheit diagnostiziert wurde.

Am Freitag sprach Biden am Bradley International Airport im US-Bundesstaat Connecticut mit Journalisten, nachdem er dort an der Abschlussfeier seines Enkels Robert Hunter Biden II teilgenommen hatte. Begleitet wurde er von seiner Ehefrau Jill Biden. Auf Instagram veröffentlichte Fotos zeigen Biden mit der Ex-First Lady und seiner Tochter Ashley Biden. „Mir geht es großartig“, sagte der Ex-Präsident trotz der Diagnose.

Der ehemalige US-Präsident Joe Biden mit seiner Familie bei der Abschlussfeier seines Eknels.

Der ehemalige US-Präsident Joe Biden mit seiner Familie bei der Abschlussfeier seines Eknels.

© Ashley Blazer Biden/Instagram

Joe Biden hatte am vergangenen Sonntag bekannt gegeben, dass bei ihm Prostatakrebs diagnostiziert wurde. In der Mitteilung seines Büros hieß es, der frühere Präsident sei wegen zunehmender Harnbeschwerden untersucht worden. Dabei sei ein Prostataknoten festgestellt worden. Am Freitag sei schließlich ein Prostatakarzinom mit einem Gleason-Score von 9 (Gradgruppe 5) und Metastasen in den Knochen diagnostiziert worden.

Nach Bidens Krebsdiagnose: Trump deutet mögliche Vertuschung an

Sowohl US-Präsident Donald Trump als auch medizinische Fachleute äußerten Verwunderung darüber, wie ein so weit fortgeschrittener Krebs unbemerkt bleiben konnte. In einer zweiten Stellungnahme vom Dienstag teilte sein Büro mit, dass Biden zuvor nie eine Prostatakrebsdiagnose erhalten habe. Zudem sei er seit über zehn Jahren nicht mehr auf die Krankheit getestet worden.

In einem neuen Buch mit dem Titel „Original Sin“ wird beschrieben, wie das Weiße Haus der Welt die zunehmenden Schwächen des damaligen Präsidenten verschwieg.

In einem neuen Buch mit dem Titel „Original Sin“ wird beschrieben, wie das Weiße Haus der Welt die zunehmenden Schwächen des damaligen Präsidenten verschwieg.

© Spencer Platt/AFP

Die Krebsdiagnose trifft Joe Biden zu einem Zeitpunkt, an dem ein neues Enthüllungsbuch mit dem Titel „Original Sin“ seinem Umfeld vorwirft, bereits während seiner Amtszeit Hinweise auf eine geistige Verschlechterung bewusst verschwiegen zu haben. Die Veröffentlichung hat die Debatte über Bidens Entscheidung, bei der Präsidentschaftswahl 2024 erneut anzutreten, neu entfacht – bevor er schließlich zugunsten von Kamala Harris auf eine Kandidatur verzichtete.

Die republikanischen Senatoren Ron Johnson und John Cornyn fordern Ermittlungen zur Frage, ob Bidens Gesundheitszustand während seiner Amtszeit vertuscht wurde. Johnson erklärte gegenüber Axios, er wolle Aussagen von „einigen Dutzend Personen“ einholen, die direkten Kontakt zu Biden hatten oder haben sollten.

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