Gedenken

Jüdisches Leben in Köpenick: Gedenktafeln erinnern an Friedhof und Altenheim

Heimatverein und Köpenicker Heimatmuseum initiierten Aufstellung am „Guten Ort“.

Eberhard Aurich
1 Min
Die neue Gedenktafel, die an den Jüdischen Friedhof Köpenick erinnert.

Die neue Gedenktafel, die an den Jüdischen Friedhof Köpenick erinnert.

© Aurich

Als Zeichen gegen den wachsenden Antisemitismus stehen jetzt auf Initiative des Heimatvereins Köpenick und des Köpenicker Heimatmuseums neue Gedenktafeln für jüdisches Leben in Berlin-Köpenick an der Gehsener- und Mahlsdorfer Straße.

Sie erinnern an den „Guten Ort“, den einstigen Friedhof der Köpenicker Jüdischen Gemeinde, der 1938 in der Zeit der Nazi-Herrschaft weitgehend verwüstet wurde. Nach dem Krieg wurden die Grabsteine zeitweise wieder aufgestellt und nach Wohnungsbau in der Umgebung 1968 auf den Jüdischen Friedhof Weißensee verbracht.

In der Mahlsdorfer Straße 94 befand sich von 1932 bis 1942 das Altersheim der Jüdischen Gemeinde, deren Bewohner 1942 in das KZ Theresienstadt deportiert und später ermordet wurden. Danach war es der Sitz der Hitler-Jugend und in der DDR ein Studentenwohnheim. Heute befindet sich darin wieder eine Seniorenanlage der Volkssolidarität. Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) und der Bezirksstadtrat für Weiterbildung, Schule, Kultur und Sport Marco Brauchmann (CDU) erinnerten in ihren Reden daran.

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