Es war die letzte Amtshandlung von Steffen Baumgart. Dass er danach mit seinen Assistenten, den ausgewechselten Spielern und denen, die gar nicht zum Zuge gekommen waren, abklatschte, spielte keine Rolle mehr. Nebensache blieb auch, dass er dem gegnerischen Trainer Frank Schmidt zu dessen 3:1-Erfolg mit dem 1. FC Heidenheim gegen den 1. FC Union Berlin gratulierte. Zähneknirschend zwar, weil sein Team gegen das Bundesliga-Schlusslicht eine desolate Vorstellung geboten hatte und man über die volle Länge des Spiels nicht wusste, wer denn nun im Besitz der Roten Laterne sei. Nur gehört das Händeschütteln oder das kurze Schulterklopfen mittlerweile zum guten Ton. Eines allerdings bleibt. Womöglich für alle Zeiten. Für die Ewigkeit. Denn es ist nur ganz schwer zu toppen. Die letzte Einwechslung, die der nur wenige Stunden danach entlassene Trainer der Köpenicker vor zwei Wochen vornahm, ist eine für die Geschichtsbücher. Es ist der Einsatz von Linus Güther.
Jung-Debütant
Jugend forscht nicht immer: Linus Güther hat bei Union wenig prominente Vorgänger
Linus Güther ist seit zwei Wochen der jüngste Bundesligaspieler in der Geschichte von Union. Das muss allerdings nichts heißen.
Nils Malzahn
Andreas Baingo
8 Min
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Linus Güther ist der jüngste jemals eingesetzte Profispieler beim 1. FC Union Berlin.
© IMAGO/O.Behrendt