Sam Neill ist tot. Der Schauspieler starb am Montag im Kreis seiner Familie in einem Krankenhaus in Sydney, wie seine Angehörigen auf Neills Instagram-Konto mitteilten. „Es ist mit großer Traurigkeit, dass die Whānau von Sam Neill die Nachricht von seinem Tod teilen“, hieß es in der Erklärung, in der der Māori-Begriff für die erweiterte Familie verwendet wurde. Der Tod sei „plötzlich und unerwartet“ gekommen.
Nach Angaben der Familie war Neill zum Zeitpunkt seines Todes krebsfrei. Der Schauspieler hatte 2023 öffentlich gemacht, dass er seit März 2022 wegen eines Non-Hodgkin-Lymphoms, einer Form von Blutkrebs, behandelt werde. Im April dieses Jahres hatte Neill nach Angaben des US-Branchenblatts Variety erklärt, nach fast fünf Jahren Behandlung krebsfrei zu sein.
Die Familie dankte dem Personal des St Vincent's Private Hospital für die Betreuung und bat um Respekt vor ihrer Privatsphäre.
In einem Interview mit dem britischen Guardian hatte Neill im Jahr 2023 gesagt, er sei „dankbar für jeden Tag und unermesslich dankbar für alle meine Freunde“. Er räumte ein: „Ich kann nicht so tun, als ob das letzte Jahr nicht seine dunklen Momente hatte.“ Im selben Jahr veröffentlichte er seine Autobiografie „Did I Ever Tell You This?“.
Karriere über fünf Jahrzehnte
Neill wurde als Nigel John Dermot Neill im nordirischen Omagh geboren und wuchs ab dem siebten Lebensjahr im neuseeländischen Christchurch auf. Seine Schauspielkarriere begann in den 1970er Jahren mit Rollen im neuseeländischen und australischen Kino, darunter Roger Donaldsons „Sleeping Dogs“ (1977) und Gillian Armstrongs „My Brilliant Career“ (1979).
Den internationalen Durchbruch schaffte Neill 1993 mit gleich zwei Filmen: Jane Campions Drama „Das Piano“ und Steven Spielbergs „Jurassic Park“, der weltweit rund 914 Millionen US-Dollar einspielte. Die Rolle des Dr. Alan Grant übernahm Neill auch in „Jurassic Park III“ (2001) und „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ (2022).
Zu seinen bekanntesten weiteren Werken zählen „Jagd auf Roter Oktober“ (1990), „Der Pferdeflüsterer“ (1998) sowie die Serien „Peaky Blinders“ und „Die Tudors“. Neill hinterlässt laut Variety seinen Sohn Tim und seine Tochter Elena.
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