Mittlerweile sind zwar insgesamt sechs der Geflohenen wieder zurück in Plötzensee. Nur noch einer der ausgebrochenen und zwei der entwichenen Häftlinge bleiben verschwunden. Dennoch hagelt es nicht nur aus Politikerreihen weiterhin mächtig Kritik.
Auch im Netz machen die Leute ihrem Ärger über die scheinbar fehlende Sicherheit in der Berliner JVA und die deutsche Justiz Luft. Einer von ihnen schreibt beispielsweise auf Twitter: „Verschärfte Haftbedingungen in Plötzensee: Morgens kein Frühstück ans Bett, und Pizza darf man nur noch liefern lassen, nicht mehr selbst abholen.“
Und auch die bisherige Begründung, dass unter anderem der hohe Krankenstand unter den Mitarbeitern der JVA zu Problemen führte, stieß auf Twitter auf Unmut: „Hat irgendjemand den Ausbruch aus Plötzensee eigentlich schon mit Personalnotstand begründet? Ich frag nur, weil wir dann aufpassen müssen, dass nicht haufenweise Pflegebedürftige aus den Pflegeeinrichtungen ausbrechen.“
Doch das Internet wäre nicht das Internet, wenn es nicht vor allem sehr viel mehr oder weniger ernst gemeinten Spott regnen würde. Da ging es zum Beispiel um die neuen Öffnungszeiten der JVA Plötzensee:
Andere Nutzer vergleichen die JVA mit einer Airbnb-Wohnung oder ihrem Telekom-Vertrag:
Manche glaubten sogar, den Grund für die Flucht gefunden zu haben – die Insassen wollten einfach ihre Chance nutzen, an der Casting Show „Deutschland sucht den Superstar“ teilzunehmen:
Die allermeisten jedoch, nahmen die Flucht der Häftlinge ganz typisch berlinerisch mit Humor:
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