125 Jahre JVA Tegel

Berliner Gefängnisdirektor: „Wer draußen stärker ist, ist es im Gefängnis auch“

Martin Riemer ist seit zehn Jahren Leiter der JVA Tegel, in der Mörder und Vergewaltiger sitzen. Im Interview erzählt er über die Arbeit mit Schwerverbrechern.

17 Min
Herr hinter Gittern: Martin Riemer leitet seit zehn Jahren das Gefängnis in Tegel.

Herr hinter Gittern: Martin Riemer leitet seit zehn Jahren das Gefängnis in Tegel.

© Markus Wächter/Berliner Zeitung

Die heutige Justizvollzugsanstalt Tegel wurde im Herbst 1898 als „Königliches Strafgefängnis Tegel“ eröffnet und hat seitdem eine wechselvolle Geschichte mit vielen, nicht nur baulichen Veränderungen erfahren. In den vergangenen 125 Jahren sind zahlreiche Gebäude hinzugekommen, die Anstalt wurde nach dem Zweiten Weltkrieg mehrfach erweitert, einige Gebäude aus der Kaiserzeit wurden abgerissen.

Zu den bekanntesten Inhaftierten in Tegel zählten Friedrich Wilhelm Voigt, auch bekannt als Hauptmann von Köpenick, Carl von Ossietzky, Bernhard Lichtenberg und Dietrich Bonhoeffer. Derzeit sind in der JVA etwa 700 Männer im Vollzug der Strafhaft oder der Sicherungsverwahrung untergebracht. Wir haben mit dem Gefängnisdirektor Martin Riemer über seine traditionsreiche Arbeitsstätte gesprochen.

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