Berliner Kunstführerpublikationen prahlen mit diesem Ort. Und er ist wirklich einzigartig: Der helle, achteckige Bau ist eine Synthese aus Klassizismus und Moderne. Der Schinkel-Pavillon hinterm Kronprinzenpalais gilt als Meisterleistung des DDR-Architekten Richard Paulick.
Hier sehen Kunstfans von nah und fern seit 2007, ermöglicht durch den Kunstverein Schinkel Pavillon e.V., exzellente, nicht kommerzielle Ausstellungen. Kuratorinnen wie Nina Pohl verbinden auf originelle Weise die Avantgarden des 20. mit denen des frühen 21. Jahrhunderts. Vor einiger Zeit erlebten wir hier eine aufregende Schau der französisch-amerikanischen Jahrhundertkünstlerin Louise Bourgeois, und gerade gibt uns der deutsche Kunst-Eulenspiegel Sigmar Polke zu denken und zu lachen.
Kunst in Not
Kahlschlag: Gibt es für Berlins beliebteste Kunstorte bald nur noch die halbe Ration?
Was an Berlins Kunstszene am Magischsten ist, wird durch den Sparhammer ausgehungert. Wie es scheint, haben Kunstvereine und unabhängige Projekte keine politische Lobby. Ein Kommentar.
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Bald kaputtgespart? Der beliebteste Edel-Kunstort nahe Unter den Linden: der Schinkel-Pavillon in der Oberwallstraße.
© Reiner Zensen/imago