Royals

Kammerdiener der Queen „Tall Paul“ wertet Tagebücher aus

Paul Whybrew diente der Queen 44 Jahre und gehörte zu ihren engsten Vertrauten. Nun darf „Tall Paul“ mit einem Team entscheiden, welche Dokumente von Elizabe...

dpa
2 Min
ARCHIV - Die Königin und der Herzog von Edinburgh fahren anlässlich der Hochzeit des Prinzen von Wales und Lady Diana Spencer die Fleet Street entlang. Mit dabei: der ehemalige Lakai Paul Whybrew (ganz links).

ARCHIV - Die Königin und der Herzog von Edinburgh fahren anlässlich der Hochzeit des Prinzen von Wales und Lady Diana Spencer die Fleet Street entlang. Mit dabei: der ehemalige Lakai Paul Whybrew (ganz links).

© Pa/PA Wire/dpa

Die Königin, die am 8. September 2022 im Alter von 96 Jahren gestorben war, führte ein handschriftliches Tagebuch. Das Artefakt könne „beispiellose Einblicke in die Gedanken und Ansichten der verstorbenen Monarchin über das politische und familiäre Leben während ihrer langen Herrschaft“ geben, schrieb die britische Nachrichtenagentur PA. Von Queen Victoria, die von 1837 bis 1901 und damit fast so lange regiert hatte wie ihre Nachfahrin, wurden 141 private Tagebuchbände digitalisiert und online veröffentlicht.

Kammerdiener Whybrew diente der Queen insgesamt 44 Jahre und gehörte Berichten zufolge zu ihren engsten Vertrauten. Er habe während der Corona-Pandemie mit ihr zusammen Fernsehen geschaut, hieß es.

Auftritt mit Daniel Craig

Öffentlich für Aufsehen sorgte „Tall Paul“, als er für einen humorvollen Videoclip zu den Olympischen Spielen 2012 den Filmstar Daniel Craig als James Bond zur Queen führte und anschließend gemeinsam mit Elizabeths Corgis die beiden durch einen Korridor geleitete. 1982 lenkte Whybrew den Eindringling Michael Fagan, der es bis ins Schlafzimmer der Queen im Buckingham-Palast geschafft hatte, mit einem Glas Whisky ab, bis die Polizei kam.

Für seine Verdienste wurde der Kammerdiener nach dem Tod der Queen mit der Medaille Royal Victorian Order ausgezeichnet und marschierte in der Begräbnisprozession mit.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de