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„Kann das gut gehen?“: Empörung über Zeit-Teaser zu Shanis Berlin-Projekt

Die geplante Eröffnung von Starkoch Eyal Shanis Restaurant in Berlin löst Proteste aus. Auch ein Zeit-Teaser sorgt für Diskussionen.

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Eyal Shani will in Berlin sein neues Restaurant „Gila and Nancy“ eröffnen.

Eyal Shani will in Berlin sein neues Restaurant „Gila and Nancy“ eröffnen.

© Markus Wächter/Berliner Zeitung

Der israelische Starkoch Eyal Shani will noch in diesem Jahr sein erstes Restaurant in Berlin eröffnen. Die Eröffnung wurde jedoch mehrfach verschoben, weil Proteste und Boykottaufrufe angekündigt wurden. Kritiker werfen Shanis Geschäftspartner problematische Verbindungen vor, andere sehen die Eröffnung inmitten des Gazakriegs als Provokation.

Für Schlagzeilen sorgte besonders ein Interview in der Zeit. Nicht die Überschrift, sondern der dazugehörige Teaser lautete: „Mitten im Gazakrieg will der israelische Eyal Shani sein erstes Restaurant in Berlin eröffnen. Kann das gutgehen, solange Palästinenser Hunger leiden?“ Die Formulierung rief Widerspruch hervor, weil sie Shani indirekt in Verantwortung für die humanitäre Lage im Gazastreifen stellte. „Mit so einer Frage befeuert man nur die Stimmung gegen Israelis“, schrieb ein Nutzer auf X.

Proteste gegen Eröffnung

In Berlin hatten pro-palästinensische Gruppen mehrfach zum Boykott aufgerufen. Sie argumentieren, dass es nicht hinnehmbar sei, ein israelisches Restaurant zu eröffnen, während in Gaza eine Hungersnot herrsche. Nach Medienberichten waren Sicherheitsbehörden über mögliche Protestaktionen informiert. Die Betreiber verschoben den Start von „Gila and Nancy“ deshalb erneut.

Unabhängig von den Vorwürfen steht Shani für eine internationale Erfolgsgeschichte. Mit seiner „Miznon“-Kette ist er in Tel Aviv, Wien, New York und Paris vertreten. Sein Berlin-Debüt sollte eigentlich ein kulinarisches Ereignis werden – geworden ist es ein Politikum. Ob das Restaurant in absehbarer Zeit tatsächlich eröffnet, bleibt unklar. Sicher ist: Die Debatte über Shani zeigt, wie stark Kultur und Gastronomie in Berlin politisiert werden – und wie schnell ein Teaser selbst Teil der Kontroverse wird.

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