ROM. Im Herzen von Mailand, gleich gegenüber des Doms, lockt seit fast 150 Jahren Italiens bekanntestes Kaufhaus La Rinascente - mit Luxusartikeln und einem beliebten Restaurant auf dem Dach. Auch in Rom ist der Palazzo von La Rinascente eine feine Adresse, gleich an der Via del Corso und in Sichtweite des italienischen Parlaments. Neben La Rinascente gibt es noch zwei weitere große Ketten, Upim und Coin, die man in jeder mittelgroßen Stadt Italiens findet.Ansonsten kaufen die Italiener noch immer überwiegend ihren Alltagsbedarf im Einzelhandel ein, in erster Linie in kleinen spezialisierten Geschäften mit herrlichen Schaufenstern. Die Palette reicht dabei von Billigläden in den Vorstädten bis zu exklusiven Fachgeschäften in der City. Ob Leder, Handschuhe, Wein oder Käse - in den italienischen Innenstädten werden nur 2,2 Prozent des Einzelhandels in den klassischen Kaufhäusern abgewickelt. Fast 50 Prozent entfällt auf den traditionellen Familienbetrieb.In den vergangenen Jahren allerdings entstanden auch in Italien an den Ortsrändern und vor den Großstädten Shopping Malls nach amerikanischem Vorbild, die anfangs von der Kundschaft nur sehr zögerlich angenommen wurden. Eine Ausnahme bilden die großen Supermärkte und so genannte Hypermärkte - die oft auch preiswerte Bekleidung, Haushaltsartikel und Elektronik im Angebot haben - und ein schwedisches Möbelhaus.Ein Wochenendausflug zu Ikea ist bei den Italienern eine höchst beliebte Familienbeschäftigung, und von den Umsatzsteigerungen der Schweden können andere Unternehmen nur träumen. Selbst jetzt, da die Wirtschaftskrise auch in Italiens Einzelhandel zu schweren Einbrüchen geführt hat, sind die blaugelben Würfel immer zum Bersten voll mit Menschen. Auch andere internationale Ketten wie Zara oder H & M sind in Italien auf dem Vormarsch.
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