Wetterprognose

Kaum Regen, bis zu 38 Grad: So extrem könnte der Juli 2026 in Deutschland ausfallen

Sommer 2026: Meteorologen sehen den Juli als wärmsten Monat. Hitze bis 38 Grad ist möglich, dazu könnte Trockenheit Probleme mit sich bringen.

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Im Juli sind Temperatur-Spitzenwerte und viel Sonne zu erwarten.

Im Juli sind Temperatur-Spitzenwerte und viel Sonne zu erwarten.

© Christoph Soeder/dpa

Die langfristigen Wettermodelle zeichnen für den Sommer 2026 ein deutliches Bild: Der Juli dürfte in Deutschland der heißeste und trockenste Monat werden. Vor allem im Süden und Westen drohen Spitzenwerte von bis zu 38 Grad.

Nach Einschätzung des Diplom-Meteorologen Dominik Jung von wetter.net zeichnet sich der Juli 2026 als prägender Sommermonat ab. Die Mehrheit der langfristigen Wettermodelle habe diesen Monat als den eindeutig wärmsten Sommermonat in Deutschland ausgemacht, schrieb Jung in einer Wetter-Kolumne. Sowohl die SEAS5-Läufe des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) als auch das US-Modell CFSv2 der Wetterbehörde NOAA setzten den kräftigsten Wärmeüberschuss in diese vier Wochen.

Stabiles Hoch über Mitteleuropa erwartet

Bereits der Juni sei mit einem Hitzedom aus dem Mai bundesweit kräftig in den Sommer gestartet und liefere von der Pfalz bis nach Brandenburg die ersten Schweißtage, so Jung. Der August bleibe in den Karten dagegen das große Fragezeichen, weil sich die Modelle dort noch widersprechen würden. Juni, Juli und August lieferten sich nach seinen Worten ein enges Rennen um den Titel des sommerlichsten Monats – der Juli ziehe den anderen aber langsam davon.

Als Grund für die erwartete Juli-Hitze nannte Jung ein stabiles Hoch über Mitteleuropa, das sich festsetzen und feuchte Atlantiktiefs nach Norden und Westen abdrängen könnte. Für Deutschland bedeute das viel Sonne, kaum Regen und Höchstwerte, die am Oberrhein und im Rhein-Main-Gebiet immer wieder Richtung 35 bis 38 Grad klettern könnten. Im Norden und an den Küsten seien Werte zwischen 28 und 32 Grad zu erwarten. Hinzu kämen tropische Nächte in den Ballungsräumen.

Auch das Portal wetter.com verwies auf die Berechnungen von ECMWF und NOAA, wonach der Juli 2026 deutschlandweit zu warm und zu trocken ausfallen dürfte. Die größte Temperaturabweichung werde im Süden erwartet. Lokale Unwetter mit Starkregen und Gewittern seien dennoch jederzeit möglich.

Trockenstress nach ausgezehrtem Frühjahr

Bundesweit wäre die Wetterlage laut Jung eine Belastungsprobe. Die Böden seien nach einem zu trockenen Frühjahr vielerorts ausgezehrt. Vor allem in Ostdeutschland, in Franken und entlang des Rheins drohten Trockenstress, braune Wiesen und sinkende Flusspegel. Der Süden und Westen bekämen die kräftigste Hitze ab, der Osten zusätzlich die größte Trockenheit.

Statistisch ist der Juli laut wetter.com ohnehin der wärmste Monat in Deutschland. Die Mitteltemperatur lag in den vergangenen zehn Jahren mit Ausnahme des Juli 2011 stets über dem langjährigen Mittel von 16,9 Grad der Referenzperiode 1961 bis 1990. Der bislang heißeste Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes der Juli 2006 mit einer Durchschnittstemperatur von 22 Grad.

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