Ein Tanker der chinesischen Reederei Cosco befindet sich offenbar auf dem Weg durch die Straße von Hormus. Das unter chinesischer Flagge fahrende Schiff Hua Lin Wan war am Mittwoch dabei, die Meerenge zu durchqueren. Das geht Reuters zufolge aus Satellitenbildern hervor, die das Analyseunternehmen SynMax ausgewertet hat.
Der Treibstofftanker stoppte jedoch offenbar auf halber Strecke, wie Bloomberg unter Berufung auf Schiffverfolgungsdaten berichtet. Das Schiff kam demnach zum Stehen, nachdem es die iranische Insel Larak passiert hatte. Auch sonst passierte dem Bericht zufolge am Mittwoch kein Schiff die Ausfahrt aus dem Persischen Golf vollständig.
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Am Vortag passierten zwei Öltanker
Am Vortag hatten laut Daten von Kpler und LSEG zwei von griechischen und singapurischen Unternehmen betriebene Rohöltanker die Meerenge durchquert, berichtete Reuters. Bloomberg zufolge verließen neben den Tankern auch ein mit dem Iran verbundenes Containerschiff und ein kleiner chinesischer Massengutfrachter die Meerenge.
Auch der Verkehr in die entgegengesetze Richtung reduzierte sich: Am Dienstag passierten ein griechischer Öltanker, ein LPG-Tanker mit Verbindungen zu China und drei mit dem Iran verbundene Treibstofftanker die Meerenge Richtung Golf, berichtete Bloomberg. Am Mittwoch seien nur zwei Containerschiffe gezählt worden, von denen eines Verbindungen zum Iran hat.
Verkehr auf Bruchteil des Vorkriegsniveaus
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist aufgrund des Iran-Kriegs stark eingeschränkt. Die USA wiesen laut Bloomberg einen Bericht des iranischen Staatsfernsehens zurück, wonach ein Entwurf eines Übergangsabkommens vorsehe, den Schiffsverkehr binnen eines Monats zur Normalität zurückzuführen. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt erklärt, die Gespräche zwischen Washington und Teheran zur Verlängerung der Waffenruhe verliefen gut.
Eine von den USA verhängte Blockade gegen iranische Schifffahrt im Golf von Oman habe seit Mitte April 109 Handelsschiffe zur Umleitung gezwungen, berichtete Bloomberg unter Berufung auf das US-Militär.
Vor Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar passierten laut Reuters täglich 125 bis 140 Schiffe die Meerenge. Seither liege der Durchschnitt nach Auswertungen des Schiffsmaklers Clarksons bei etwa elf Schiffen pro Tag. Weit verbreitete Signalstörungen von Identifizierungssystemen erschweren laut Bloomberg die Überprüfung des Schiffsverkehrs, sodass einige Durchfahrten erst verzögert erfasst werden.
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