Gesundheit

Keine bestätigten Funde: Tigermücken-Verdachtsfälle in Berlin häufen sich

Das Bezirksamt Mitte verzeichnet zahlreiche Hinweise auf die Asiatische Tigermücke. Bislang konnte jedoch kein einziger Fund bestätigt werden.

2 Min
In Berlin gab es bislang 100 Verdächtsfälle der Tigermücke.

In Berlin gab es bislang 100 Verdächtsfälle der Tigermücke.

© Ennio Leanza/Keystone/dpa

Dem Bezirksamt Mitte sind in diesem Jahr rund 100 Verdachtsfälle im Zusammenhang mit der Asiatischen Tigermücke gemeldet worden, wie der RBB berichtet. „Wir bekommen aus allen Bezirken Meldungen“, sagte Amtsarzt Lukas Murajda. Bestätigt habe sich bisher jedoch keiner der Hinweise. Auch die Fallen des achtköpfigen Teams blieben bislang leer. „Das heißt aber nicht, dass sie weg ist“, so Murajda.

In Berlin übernimmt das Bezirksamt Mitte das Tigermücken-Monitoring und berät die übrigen Bezirke. Nach Sichtungen werden Fallen aufgestellt und regelmäßig kontrolliert. Derzeit gilt nur eine Population im Bezirk Treptow-Köpenick als etabliert, da sie dort über mehrere Jahre hinweg beobachtet wurde. An vier weiteren Standorten – in Pankow, Neukölln und Charlottenburg-Wilmersdorf – gibt es kleinere Vorkommen, die unter Beobachtung stehen.

Tigermücke kann Krankheiten übertragen

Die Asiatische Tigermücke stammt ursprünglich aus den Tropen und kann Erreger wie Dengue-, Chikungunya- und Zika-Viren übertragen. In Deutschland wurden bislang keine Infektionen durch die Tiere festgestellt. Neben Berlin sind sie vor allem in Baden-Württemberg, im Rhein-Main-Gebiet sowie punktuell in Bayern, Thüringen und Nordrhein-Westfalen verbreitet.

Die Tigermücke ist kleiner als viele heimische Arten, jedoch tagsüber aktiv und sticht oft mehrmals hintereinander zu. Da sie leicht mit anderen Mücken verwechselt wird, bittet das Gesundheitsamt Mitte Berlinerinnen und Berliner um Mithilfe. Verdachtsfälle können gemeldet, Fotos per Mail eingeschickt oder Mückenexemplare direkt ans Amt geschickt werden. Noch bis Ende September könnten die Tiere unterwegs sein.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de