Die Farben sind noch ganz frisch, riechen intensiv nach Öl, Acryl, Terpentin. Das flammende Rot, das tiefe Königsblau, die nervösen Umrisslinienkritzel sind eine wandfüllende Verneinung. Stefan Hirsig nennt sein jüngstes Gemälde „Eskalation“. Doch die gestisch expressive Bildsprache eines Kampfplatzes, dieses bedrohlich-surreale Getümmel von Figuren-Fragmenten, die derangierte weiße Friedenstaube und die schreckhaft-maskenartig angedeuteten Gesichter sagen: Nein! Stopp! Keine Gewalt mehr. Keine Waffen. Kein sinnloser Tod!
Kunst in Berlin
Keine Eskalation! Stefan Hirsig malt eine weibliche Sicht auf die Konflikte unserer Zeit
In seiner Bilderserie „Neue Welt“ plädiert der Berliner Maler Stefan Hirsig dafür, endlich den Frieden vorzubereiten, gegen die von Autokraten verursachten Turbulenzen und Kriege. Eine brisante Ausstellung in Charlottenburg.
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Stefan Hirsig: „Eskalation“, Öl/Acryl/Leinwand, 2024
© Stefan Hirsig/Haverkampf Leistenschneider