Berlin

Keine Fortsetzung des Mischwald-Programms: Scharfe Kritik an Senatorin Schreiner

Umweltsenatorin Manja Schreiner will das Mischwald-Programm in seiner jetzigen Form nicht fortsetzen. Eine Grünen-Abgeordnete aus Pankow warnt vor möglichen Folgen.

BLZ
2 Min
Senatorin Manja Schreiner am 3. April am Müggelheim in Köpenick

Senatorin Manja Schreiner am 3. April am Müggelheim in Köpenick

© Volkmar Otto

Julia Schneider, Grünen-Politikerin und Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin für Pankow, kritisiert die Entscheidung von Umweltsenatorin Manja Schreiner, das Mischwald-Programm in seiner jetzigen Form nicht fortzusetzen. Das geht aus einem Facebook-Beitrag Schneiders hervor.

Die Berliner Forsten hätten Grünen-Politikerin Schneider zufolge hart gearbeitet, um die Wälder nach radikalen Kürzungen wieder aufzubauen. Das Mischwald-Programm sei ein wesentlicher Bestandteil der Bemühungen, die Wälder vielfältiger und widerstandsfähiger gegen die Klimakrise zu machen. Schneider behauptet, dass Senatorin Schreiner besser daran täte, sich von den Berliner Forsten beraten zu lassen, anstatt Sparvorgaben beim Mischwald-Programm durchzusetzen.

„Besser Luftnummern wie die Magnetschwebebahn einsparen“

Die Grünen-Abgeordnete weist darauf hin, dass der Waldumbau eine langfristige Aufgabe ist und dass das vorzeitige Stoppen des Mischwald-Programms leichtsinnig wäre. Es sei unklar, welche Baumarten dem Klimawandel standhalten können, daher sei eine vielfältige Aufforstung notwendig.

Die Senatorin wird aufgefordert, den versprochenen Waldkongress im Herbst dieses Jahres mit umfassender Expertise und Beteiligung durchzuführen. Der Kongress solle den Waldumbau evaluieren und weiterentwickeln, anstatt übereilte Entscheidungen zu treffen, die Schaden anrichten könnten.

Schneider verweist darauf, dass die Senatsverwaltungen ein Milliardendefizit im laufenden Betrieb einsparen müsse, da die schwarz-rote Landesregierung den Haushalt vollkommen überladen hat. Ihrer Meinung „sollten sie lieber Luftnummern wie die Magnetschwebebahn einsparen“.

Das Mischwald-Programm läuft in Berlin seit 2012, dabei wurden insgesamt vier Millionen Laubbäume gepflanzt. „Wir legen eine Pause ein, eine Art Denkpause“, so Senatorin Schreiner am 3. April. Es sei an der Zeit, dass nur noch in reinen Kiefernbeständen gefällt und nachgepflanzt wird. „Wir sind mit dem Mischwaldprogramm sehr erfolgreich“, sagte Schreiner. „Aber es ist auch an der Zeit, dass man die Sache mit wissenschaftlicher Unterstützung hinterfragt. Die Frage ist: Wo muss man vielleicht andere Akzente setzen?“ Deshalb gibt es jetzt ein Moratorium, in dem zwar weiterhin neue Laubbäume gepflanzt werden: für die nächste Saison sind 390.000 Jungbäume geplant. Aber es sollen jetzt erst mal weniger alte Bäume gefällt werden.

Quelle: Julia Schneider auf Facebook

Diesem Artikel liegen Informationen zugrunde, die mithilfe von KI gefunden.

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