Die USS Benfold, ein Lenkwaffenzerstörer der US Navy, hat nach Angaben der US-Marine mehrere Tage ohne funktionierende Toiletten, ohne Klimaanlage und ohne Verpflegung aus der Bordküche verbracht. Grund war ein Stromausfall. Das berichten übereinstimmend die Washington Post und CNN.
Der Vorfall ereignete sich laut CNN im Südchinesischen Meer – bei Tagestemperaturen, die dort Ende Juli im Schnitt zwischen 32 und 37 Grad Celsius lagen. Verletzt wurde nach Militärangaben niemand.
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Was genau geschah an Bord?
Auslöser war ein technischer Defekt, erklärte Flottensprecher Matthew Comer laut Washington Post in einem Statement. Der Vorfall trat demnach am 24. Juli auf. Das Schiff war dem Bericht zufolge zu diesem Zeitpunkt mit der Trägergruppe der USS George Washington unterwegs. Die Marine äußerte sich nach Angaben der Zeitung zunächst nicht dazu, warum sie den Vorfall erst jetzt öffentlich machte.
Durch den Stromausfall ging laut Comer die Fähigkeit des Schiffs verloren, selbstständig zu manövrieren. Zudem waren die Bordküche, die Toiletten, die Klimaanlage und die Trinkwasserversorgung betroffen. „Es gab keine Verletzten unter den Besatzungsmitgliedern, die Widerstandsfähigkeit, Entschlossenheit, Professionalität und unerschütterliche Standhaftigkeit bewiesen haben“, so Comer.
Andere Schiffe der Trägergruppe sprangen ein. Laut CNN und Washington Post lieferte der Lenkwaffenkreuzer USS Robert Smalls gekochte Mahlzeiten an die Benfold. Anschließend wurde der Zerstörer abgeschleppt. CNN nennt als Ziel die Subic Bay auf den Philippinen.
Wann fuhr das Schiff wieder?
Der Strom wurde laut Washington Post am 30. Juli wiederhergestellt. CNN berichtet, die Reparaturen seien bis zum 8. August abgeschlossen gewesen, danach sei das Schiff in den Dienst zurückgekehrt.
Die US-Marine steht laut CNN unter verstärkter Beobachtung. Demnach haben Analysten und demokratische Abgeordnete erklärt, die US Navy werde durch den Iran-Krieg und ihre weltweiten Verpflichtungen überdehnt. Der Sender verweist etwa auf Berichte über niedrige Moral und psychische Probleme an Bord des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln, der vor dem Hintergrund des Einsatzes im Iran-Krieg mehr als 200 Tage keinen Hafen angelaufen hatte.
Nach Angaben der Navy Times kam es auf der USS Abraham Lincoln zuletzt zu mehreren Suizidversuchen. Senator Ruben Gallego berichtete zudem von verschimmelten Duschen, kaum warmem Wasser, rationierten Mahlzeiten und Seife sowie 12- bis 16-stündigen Schichten ohne freie Tage. Rund 5000 Soldaten und Marines befinden sich demnach auf dem Flugzeugträger.
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