Im kommenden Schuljahr werden in Brandenburg rund 1800 neue Lehrer benötigt - die sind laut Bildungsministerium aber nicht zu bekommen. Ernst hatte daher 200 Lehrerstellen für Schulassistenzen dauerhaft umwidmen wollen, um Lehrer zu entlasten. Das war in der SPD-Fraktion und auch beim Koalitionspartner Grüne auf Kritik gestoßen, weil Zusatzangebote hätten eingeschränkt werden müssen. Ernst war am Montag zurückgetreten und hatte mangelnden Rückhalt der SPD-Fraktion für ihre Pläne als Grund genannt.
Der designierte Bildungsminister Freiberg warb während einer Klausur der SPD-Fraktion in dieser Woche für die Umwandlung der Lehrerstellen. Das Konzept dafür stamme von ihm selbst, sagte er nach Angaben aus Teilnehmerkreisen. Er zeigte sich demnach aber zugleich offen für Kompromisse.
Keller ließ offen, ob die SPD-Fraktion an ihrer Kritik festhält. „Zum jetzigen Zeitpunkt heißt es erstmal, in den Dialog einzutreten mit den Akteuren“, sagte er. „Wir hatten im März gesagt, dass wir uns genau angucken, was das für die einzelnen Schulstandorte und die einzelnen Schulen bedeutet. Nach den Gesprächen mit den Akteuren werden wir das Verfahren beurteilen und darüber entscheiden.“
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