Klimaexpertin

Kemfert an Hungerstreikende: „Wir brauchen keine Märtyrer“

Die Anliegen der Aktivisten von „Hungern bis ihr ehrlich seid“ seien richtig, sagt DIW-Abteilungsleiterin Claudia Kemfert. Deren Protestform lehnt sie jedoch...

dpa
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PRODUKTION - Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Energieexpertin, schaut in die Kamera.

PRODUKTION - Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Energieexpertin, schaut in die Kamera.

© Carla Benkö/dpa

„Ich appelliere an die Streikenden, ihre Kraft und Entschlossenheit lieber in andere Protestformen und Aktivitäten zu stecken“, erläuterte Kemfert, Abteilungsleiterin für Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). „Wir brauchen keine Märtyrer, sondern Argumente, Ausdauer und Überzeugungskraft, um demokratische Mehrheiten für eine entschlossene und wirkungsvolle Klimapolitik zu gewinnen.“

In Berlin sind inzwischen fünf Männer in einem Hungerstreik, um Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zu einer Regierungserklärung zu den Gefahren des Klimawandels zu bewegen und eine radikale Senkung der Treibhausgase zu bewirken. Zwei der Teilnehmer sind nach Angaben der Kampagne „Hungern bis ihr ehrlich seid“ in zunehmend schlechtem Gesundheitszustand. Scholz will nach Angaben eines Regierungssprechers nicht auf die Forderungen der Aktivisten eingehen.

Kemfert sagte, hier riskierten Menschen „eine Selbstverletzung und im schlimmsten Fall sogar Selbsttötung, die allerhöchstens mediale Aufmerksamkeit erzielt. Dafür gibt es eine Vielzahl von Alternativen.“

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