„Ich bin so glücklich. Darauf war ich nicht vorbereitet. Aber ich wusste, dass ich eines Tages der Weltrekordler sein würde“, sagte Kiptum, der die bisherige Bestmarke um gleich 39 Sekunden unterbot. Bereits im Februar war er in Valencia in 2:01:25 Stunden auf Platz zwei der ewigen Bestenliste gelaufen.
Berlin hat nicht mehr die schnellste Strecke, aber einen anderen Superlativ
Berlin ist damit den Titel als schnellste Strecke der Welt los – dort hatte Kiptums Landsmann Eliud Kipchoge im Vorjahr die alte Bestmarke erzielt. Beide – Berlin und Kipchoge – dürfen sich aber mit anderen Superlativen trösten.
In der deutschen Hauptstadt hatte erst am 24. September die Äthiopierin Tigist Assefa den Frauen-Weltrekord verbessert und war in nicht für möglich gehaltenen 2:11:53 Stunden mehr als zwei Minuten unter der vorherigen Marke von Brigid Kosgei aus Kenia (2:14:04) geblieben.
Und Superstar Kipchoge (38), der vor Zweiwochenfrist als Berlin-Sieger 2:02:42 Stunden angeboten hatte, bleibt der einzige Mensch, der einen Marathon in unter zwei Stunden absolviert hat: In Wien war der zweimalige Olympiasieger 2019 unter Laborbedingungen – künstlicher Windschatten, wechselnde Tempomacher – 1:59:40 Stunden gelaufen.
Dem kam Kiptum, der weit vor dem zweitplatzierten Benson Kipruto (ebenfalls Kenia/2:04:02) lag, aber nun in einem „echten“ Rennen erstaunlich nahe. Auch das Frauen-Rennen von Chicago war immens schnell: Die Niederländerin Sifan Hassan siegte in 2:13:44 Stunden - Europarekord und die zweitbeste Zeit der Geschichte.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de