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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Lichtenbergs Baustadtrat: So reagiert Kevin Hönicke

Die plötzliche Freistellung von Kevin Hönicke kam überraschend. Jetzt schaltet sich die Staatsanwaltschaft ein. Das sagt Hönicke zu dem Ermittlungsverfahren.

Team News Jule Damaske
2 Min
Vor knapp einer Woche wurde der Baustadtrat von Berlin-Lichtenberg, Kevin Hönicke (SPD), vom Dienst freigestellt.

Vor knapp einer Woche wurde der Baustadtrat von Berlin-Lichtenberg, Kevin Hönicke (SPD), vom Dienst freigestellt.

© Volkmar Otto

Es ist knapp eine Woche her, seit Kevin Hönicke (SPD), Bezirksstadtrat von Berlin-Lichtenberg, unmittelbar vom Dienst freigestellt wurde. Nun führt die Berliner Staatsanwaltschaft gegen den stellvertretenden Bezirksbürgermeister ein Ermittlungsverfahren. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte am Dienstag, es werde wegen des Tatvorwurfs des Verrats von Dienstgeheimnissen ermittelt. „Wir stehen ganz am Anfang.“ Wegen der laufenden Ermittlungen gebe es noch keine weiteren Informationen. 

Hönicke sagte nach Bekanntwerden des Ermittlungsverfahrens: „Ich habe ein wesentliches Interesse daran, dass die gegen mich erhobenen Vorwürfe restlos aufgeklärt werden.“ Der Berliner Zeitung teilte er am Dienstag mit: „Ich habe deshalb der Staatsanwaltschaft mitteilen lassen, dass ich umfassend an der Aufarbeitung mitwirken werde. Für mich zählt jetzt einzig Kooperation und Aufklärung.“

Kevin Hönicke: „Ich glaube an Gerechtigkeit“

Da ihm die Gründe für das Vorgehen des Bezirksbürgermeisters Martin Schaefer (CDU) noch nicht genannt worden seien, könne er weiterhin nicht Stellung beziehen, teilte Hönicke mit. „Auch wenn es sich gerade anders für mich anfühlt, aber gerade als Kind, welches in der DDR geboren ist: Ich vertraue in den Rechtsstaat und glaube an Gerechtigkeit“, so Hönicke. „Der Respekt gegenüber dem Amt verbietet es, sich in der Öffentlichkeit an Spekulationen zu beteiligen.“ Fragen zum Verfahren seien an seine Anwälte zu richten.

Hönicke war vor einer Woche mit sofortiger Wirkung vom Dienst freigestellt worden. Der 39-Jährige, der sich einen Anwalt genommen hat, sieht sich Spekulationen ausgesetzt. Auf X schrieb Hönicke am Montag, er kenne den Grund der Freistellung auch eine Woche später immer noch nicht. „Um Schaden vom Bezirk abzuwenden, musste ich so handeln“, hatte Schaefer vor Tagen gesagt, ohne weitere Gründe zu nennen. Hönicke war seit April 2020 als stellvertretender Bezirksbürgermeister und Baustadtrat für die SPD in Lichtenberg tätig. Zuvor arbeitete er für die Senatsbildungsverwaltung. (mit dpa)

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