Wirtschaft

KfW-Studie: Wie steht es um kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland?

Mittelständische Unternehmen haben sich in Deutschland immer als Beschäftigungsmotor erwiesen. Jetzt gibt es eine neue Studie.

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Mittelständische Firmen sind in Deutschland noch immer gut aufgestellt.

Mittelständische Firmen sind in Deutschland noch immer gut aufgestellt.

© Frank Sorge/imago

Unternehmen des Mittelstandes haben sich in Deutschland auch 2024 wieder als Beschäftigungsmotor erwiesen – trotz anhaltender Konjunkturflaute, wie das Handelsblatt berichtet. Nach Angaben der staatlichen Förderbank fanden noch nie so viele Menschen eine Arbeit in kleinen und mittleren Unternehmen.

So stieg die Beschäftigtenzahl im abgelaufenen Jahr um 207.000 auf 33,01 Millionen. Das ergibt sich aus dem sogenannten KfW-Mittelstandspanel. Hierbei handelt es sich um eine repräsentative Erhebung für den gesamten deutschen Mittelstand. Für die Studie wurden Unternehmen mit einem Umsatz von bis zu 500 Millionen Euro befragt.

Demnach stiegen die Gesamtumsätze der 3,87 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen 2024 leicht um zwei Prozent auf 5,2 Billionen Euro. „Die mittelständischen Unternehmen beweisen auch in schwierigen konjunkturellen Zeiten eine hohe Resilienz. Das heißt allerdings nicht, dass es ihnen wirklich gut geht“, erklärte KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher.

Steigende Kosten machen Unternehmen zu schaffen

Preisbereinigt ergab sich bei den Umsätzen 2024 ein leichtes Minus von einem Prozent. Im vergangenen Jahr lag das Minus noch bei zehn Prozent. Gerade die steigenden Kosten machen den Firmen zu schaffen, wie die KfW mitteilt.

Auch sei die Investitionsbereitschaft der Unternehmen gering, so Schumacher. Gerade mal 39 Prozent der Unternehmen haben 2024 Investitionsprojekte verwirklicht. Das sind genauso viele wie ein Jahr zuvor – ein Wert nahe dem Allzeittief.

Die Profitabilität der Unternehmen zeigte sich jedoch stabil. So erwirtschaftete ein Unternehmen mit jedem Euro Umsatz sieben Cent Gewinn.

Allerdings stieg der Anteil der Unternehmen, die wegen geringer Profitabilität nicht mehr in der Lage sind, Zinsverpflichtungen zu erfüllen. Der Anteil lag 2024 bei 3,6 Prozent. Im Jahr davor gab es noch einen Rekord-Tiefstwert von 2,6 Prozent.

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