Ukrainekrieg

Kiew: Mörder von ukrainischem Geheimdienstoffizier getötet

Russlands Krieg gegen die Ukraine ist auch ein Krieg der Geheimdienste. Kürzlich ließ Moskau wohl einen ranghohen ukrainischen Agenten umbringen. Nun hat sich Kiew nach eigenen Angaben gerächt.

dpa Berliner Zeitung
2 Min
Undatiertes Handout aus einem Video des ukrainischen Geheimdienstes SBU von Geheimdienstchef Wassyl Maljuk.

Undatiertes Handout aus einem Video des ukrainischen Geheimdienstes SBU von Geheimdienstchef Wassyl Maljuk.

© SBU

Der ukrainische Geheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben einen Mann und eine Frau getötet, die für die Ermordung eines SBU-Offiziers verantwortlich sein sollen. Das Versteck der beiden von Russland angeworbenen Täter sei durch verdeckte Ermittlungen und aktive Spionageabwehr in der Region Kiew entdeckt worden, teilte Geheimdienstchef Wassyl Maljuk mit.

„Am Morgen fand eine Sonderoperation statt, bei der sich Mitglieder der Geheimdienst- und Kampfgruppe des FSB der Russischen Föderation zu wehren begannen und eliminiert wurden“, ist auf dem Telegramkanal des SBU zu lesen. „Bei der Festnahme haben sie Widerstand geleistet, es kam zu einem Feuergefecht, sodass die Schurken liquidiert wurden“, sagte Maljuk auf einem vom SBU per Telegram verbreiteten Video.

Der Tod sei die einzige Perspektive für solche Verbrecher, betonte er. Tatsächlich sind am Ende des Videos zwei Leichen hinter Maljuk zu erkennen. Mutmaßlich handelt es sich um die beiden Getöteten, einen Mann und eine Frau.

Am Donnerstag war ein SBU-Oberst in Kiew durch fünf Schüsse getötet worden. Der Geheimdienstler soll in die Organisation von Sabotageakten beim Kriegsgegner Russland verantwortlich gewesen sein. Bei ihrer Verteidigung gegen die russische Invasion verübt die Ukraine immer wieder Anschläge tief im russischen Hinterland.

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