Erinnert sich noch jemand an die Töpfchen-These? Zehn Jahre nach dem Mauerfall behauptete Christian Pfeiffer, ein Kriminologe aus Hannover, dass die Jugendlichen in Ostdeutschland einen Schaden aus ihrer Zeit in Kinderkrippe und Kindergarten haben. Weil sie dort alle zur gleichen Zeit aufs Töpfchen gezwungen wurden, statt weiter Windeln tragen zu dürfen.
Die Erziehung in den Kitas sei überhaupt furchtbar autoritär und streng gewesen. Das habe zu einer Ich-Schwäche geführt. Deswegen seien die Teenager im Nachwendeosten so ausländerfeindlich und gewalttätig.
UPDATE
Ostdeutschland
Kinderbetreuung in der DDR: Das Klischee vom Krippentrauma
Wer in der DDR-Krippe war, muss ein Trauma haben. Seit der irrwitzigen Töpfchen-These hält sich dieses Vorurteil. Eine neue Studie zeigt, wie wenig daran stimmt.
Wiebke Hollersen
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Kindergartenkinder sind später nicht unglücklicher.
© Blickwinkel/Imago