Kurz vor Weihnachten kam ein Leserbrief, der ein ganzes Jahr der Beschäftigung mit DDR-Arbeitsbiografien auf den Punkt brachte – es waren Geschichten über Betriebsleiter, Trassenbauer, Diplomaten, Architekten, Außenhändler, eine Statikerin, einen Tragwerkskonstrukteur, eine Spitzenköchin, einen Windradbetreiber, einen Technikdirektor, eine Kombinatsdirektorin und so fort.
Alles Frauen und Männer aus der Praxis, hoch qualifiziert, engagiert und 1990 mit einem Bruch ihres Lebensweges konfrontiert – verbunden vor allem mit der Entwertung ihrer Lebensleistung.
Jahresrückblick Ost-West-Debatte
DDR-Arbeitsbiografien: Wir wollen Anerkennung unserer Lebensleistung
Immer mehr Menschen aus der DDR veröffentlichten im ablaufenden Jahr ihre Biografie in der Berliner Zeitung. Sie haben es satt, ihr Leben ständig von anderen erklärt zu bekommen.
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So fing es an mit dem Fernsehturm, dem weithin sichtbaren Wahrzeichen Berlins – einer der großen Leistungen von DDR-Architekten, -Ingenieuren, -Bauleuten. Die Aufnahme entstand am 20. August 1967. Sie zeigt die teilweise vormontierte Stahlkugel des Turms und den Turmschaft.
© Joachim Ullrich