Klassik-Echo

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Bei der diesjährigen Vergabe der Klassik-Echos am Sonntag im Konzerthaus am Gendarmenmarkt konnte Tenor Rolando Villazon das halbe Dutzend Echo-Klassik-Trophäen nicht voll machen, denn diesmal war er nur als Moderator dabei.

Andreas Kurtz
5 Min
Der franco-mexikanischer Opernsänger (Tenor) Rolando Villazon und Nina Eichinger, die Moderatoren der Preisverleihung, lassen sich am Sonntag gemeinsam fotografieren.

Der franco-mexikanischer Opernsänger (Tenor) Rolando Villazon und Nina Eichinger, die Moderatoren der Preisverleihung, lassen sich am Sonntag gemeinsam fotografieren.

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Als Gastgeber der Gala, durch die er gemeinsam mit Nina Eichinger führte, gönnte er den Anderen ihre Auszeichnungen: „Ich freue mich immer sehr, wenn ein toller Kollege wie Klaus Florian Vogt einen Preis bekommt. Und natürlich auch, dass Erwin Schrott für seine CD mit Tangos aus Lateinamerika ausgezeichnet wurde.“ Schrott meint zwar, dass es nicht sein Job sei, Preise zu sammeln: „Aber es ist immer ein großes Erlebnis.“ Diesmal war es auch gar keine Frage, wem er die Trophäe in seiner Dankesrede widmen würde: „Mein Vater hat heute Geburtstag.“

Die georgische Pianistin Khatia Buniatishvili (auch Chatia Buniatischwili) wurde als beste Nachwuchskünstlerin (Klavier) ausgezeichnet. Am Sonntag wurde der Echo Klassik 2012 im Konzerthaus in Berlin verliehen.

Die georgische Pianistin Khatia Buniatishvili (auch Chatia Buniatischwili) wurde als beste Nachwuchskünstlerin (Klavier) ausgezeichnet. Am Sonntag wurde der Echo Klassik 2012 im Konzerthaus in Berlin verliehen.

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Der Violinist David Garrett wurde als Bestseller des Jahres ausgezeichnet.

Der Violinist David Garrett wurde als Bestseller des Jahres ausgezeichnet.

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Die Sängerin Anna Prohaska wurde als Nachwuchkünstlerin in der Kategorie Gesang mit dem Echo Klassik ausgezeichnet.

Die Sängerin Anna Prohaska wurde als Nachwuchkünstlerin in der Kategorie Gesang mit dem Echo Klassik ausgezeichnet.

© dpa Lizenz

Die Sängerin Tori Amos wurde in der Kategorie "Klassik ohne Grenzen" mit dem Echo Klassik ausgezeichnet. Der Echo Klassik ist ein deutscher Preis für Künstler und Produktionen aus dem Bereich der klassischen Musik und wird von der Deutschen Phono-Akademie vergeben.

Die Sängerin Tori Amos wurde in der Kategorie "Klassik ohne Grenzen" mit dem Echo Klassik ausgezeichnet. Der Echo Klassik ist ein deutscher Preis für Künstler und Produktionen aus dem Bereich der klassischen Musik und wird von der Deutschen Phono-Akademie vergeben.

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Die Autorin Donna Leon (l) posiert gemeinsam mit dem Opernsänger Philippe Jaroussky. Leon hielt die Laudatio im Rahmen der Preisverleihung des Echo Klassik auf Jaroussky, der für die beste Operneinspielung des Jahres ausgezeichnet wurde.

Die Autorin Donna Leon (l) posiert gemeinsam mit dem Opernsänger Philippe Jaroussky. Leon hielt die Laudatio im Rahmen der Preisverleihung des Echo Klassik auf Jaroussky, der für die beste Operneinspielung des Jahres ausgezeichnet wurde.

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Dirigent Vasily Petrenko erhielt in seiner Kategorie den Preis für den besten Nachwuchskünstler.

Dirigent Vasily Petrenko erhielt in seiner Kategorie den Preis für den besten Nachwuchskünstler.

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Die Trompeterin Alison Balsom mit dem Jazztrompeter Till Brönner: Balsom wurde als Instrumentalistin des Jahres mit dem Echo Klassik ausgezeichnet, und Brönner hielt die Laudation auf sie.

Die Trompeterin Alison Balsom mit dem Jazztrompeter Till Brönner: Balsom wurde als Instrumentalistin des Jahres mit dem Echo Klassik ausgezeichnet, und Brönner hielt die Laudation auf sie.

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Der Sänger Erwin Schrott bekam in der Kategorie "Klassik ohne Grenzen" den Echo Klassik.

Der Sänger Erwin Schrott bekam in der Kategorie "Klassik ohne Grenzen" den Echo Klassik.

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Der Leiter des Leipziger Thomanerchores, Georg Christoph Biller (M.), ausgezeichnet mit dem Sonderpreis, und die Preisträger des Preises für das Ensemble des Jahres (Vokal-Musik), die Mitglieder des Leipziger Streichquartetts, Ivo Bauer (2.v.r.), Matthias Moosdorf (r.), sowie die Mitglieder des Ensembles Amarcord, Daniel Knauft (v.l.), Martin Lattke und Holger Krause posieren am Sonntag mit ihren Preisen.

Der Leiter des Leipziger Thomanerchores, Georg Christoph Biller (M.), ausgezeichnet mit dem Sonderpreis, und die Preisträger des Preises für das Ensemble des Jahres (Vokal-Musik), die Mitglieder des Leipziger Streichquartetts, Ivo Bauer (2.v.r.), Matthias Moosdorf (r.), sowie die Mitglieder des Ensembles Amarcord, Daniel Knauft (v.l.), Martin Lattke und Holger Krause posieren am Sonntag mit ihren Preisen.

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Thomaskantor Georg Christoph Biller erhielt den Sonderpreis des Echo Klassik.

Thomaskantor Georg Christoph Biller erhielt den Sonderpreis des Echo Klassik.

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Der uruguayische Bassbariton Erwin Schrott bekam den "Klassik ohne Grenzen"-Preis. Neben ihm steht die Moderatorin Nazan Eckes.

Der uruguayische Bassbariton Erwin Schrott bekam den "Klassik ohne Grenzen"-Preis. Neben ihm steht die Moderatorin Nazan Eckes.

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Der Sänger Klaus Florian Vogt wurde als Sänger des Jahres mit dem Echo Klassik ausgezeichnet.

Der Sänger Klaus Florian Vogt wurde als Sänger des Jahres mit dem Echo Klassik ausgezeichnet.

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Der Bassbariton Thomas Quasthoff posiert anlässlich der Verleihung des 19. ECHO Klassik 2012 auf dem Roten Teppich.

Der Bassbariton Thomas Quasthoff posiert anlässlich der Verleihung des 19. ECHO Klassik 2012 auf dem Roten Teppich.

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Der Organist Harald Vogel wurde als Instrumentalist des Jahres mit dem Echo Klassik ausgezeichnet.

Der Organist Harald Vogel wurde als Instrumentalist des Jahres mit dem Echo Klassik ausgezeichnet.

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Der russische Dirigent Vasily Petrenko, ausgezeichnet als bester Nachwuchskünstler (Dirigat), posiert bei der Verleihung des 19. ECHO Klassik 2012 mit dem Preis und einem Taktstock.

Der russische Dirigent Vasily Petrenko, ausgezeichnet als bester Nachwuchskünstler (Dirigat), posiert bei der Verleihung des 19. ECHO Klassik 2012 mit dem Preis und einem Taktstock.

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Der franco-mexikanischer Opernsänger (Tenor) Rolando Villazon und Nina Eichinger, die Moderatoren der Preisverleihung, lassen sich am Sonntag gemeinsam fotografieren.

Der franco-mexikanischer Opernsänger (Tenor) Rolando Villazon und Nina Eichinger, die Moderatoren der Preisverleihung, lassen sich am Sonntag gemeinsam fotografieren.

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Man hätte meinen können, es wäre Vatertag gewesen, denn auch Klaus Florian Vogt dankte seinem, weil der in ihm die Liebe zur Musik geweckt hat. Dann stichelte der Herr Tenor in Richtung seines Kollegen Villazon über dessen Hotel-Sonderwünsche: „Ich habe gehört, du brauchst unbedingt ein unklimatisiertes Zimmer und einen Luftbefeuchter...“ Und provozierte damit Villazons Gegenfrage: „Du nicht?!“ Vogt, eher der praktische Typ und Naturbursche: „Ich mache das Fenster auf!“

Wie schon im Jahr 2010 durfte sich auch diesmal wieder der Geiger David Garrett den Preis für den Bestseller des Jahres abholen. Der Popstar unter den klassischen Musikern freute sich über den Erfolg seines Albums „Legacy“, der ihm diese Ehrung einbrachte. „Vielen Dank, dass ihr mit mir den Weg in die Klassik geht. Jedes Mal aufs Neue.“ In den etwa 60 Preiskategorien gewannen auch die Sopranistin Renée Flemming (Sängerin des Jahres), Trompeterin Alison Balsom (Instrumentalistin des Jahres) und der Thomanerchor Leipzig, der in diesem Jahr sein 800-jähriges Bestehen feiert.

Barenboim für politisches Engagement geehrt

Auch Pop-Musikerin Tori Amos war unter den Klassik-Echo-Gewinnern 2012. Nachdem sie als Laudatorin Khatia Buniatishvili den Nachwuchskünstlerpreis Klavier übergeben hatte, bekam sie selbst einen für ihr Album „Night Hunters“ mit seinen an klassische Stücke angelehnten Melodien. Tori Amos erinnerte sich genau, dass das mit ihr und der Klassik nicht immer Harmonie war: „Ich habe mit fünf Jahren auf dem Konservatorium angefangen und bin dort mit elf Jahren rausgeflogen.

Den Echo Klassik für sein Lebenswerk hätte sich Dirigent und Pianist Daniel Barenboim im Konzerthaus abholen sollen. Der ließ sich die Trophäe dann allerdings doch lieber zustellen. Seine Entschuldigung klang plausibel: Während sich die klassische Musik selbst feierte, stand er im Schiller Theater am Pult und dirigierte über fünf Stunden Wagners „Walküren“. Barenboims Ehrung war ausdrücklich nicht nur für sein künstlerisches Schaffen, sondern auch für sein soziales und politisches Engagement gedacht.

Barenboim versucht seit Jahrzehnten, mit seiner Musik Grenzen zu überwinden. So gründete er 1999 gemeinsam mit dem palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said das West-Eastern Divan Orchestra, in dem Instrumentalisten aus der Türkei, Syrien, Ägypten, dem Libanon, Israel und Palästina Pult an Pult sitzen und miteinander musizieren.

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