Umweltministerium

Klimaabschlag soll unabhängig von Wassernutzung sein

Der Grundwassserspiegel in Brandenburg sinkt als Folge des Klimawandels. Umweltminister Axel Vogel (Grüne) plant deshalb einen Abschlag beim Grundwasser. Nun gibt es mehr Details.

BLZ
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ARCHIV - Ein Landwirt fährt mit einem Traktor und angehängter Drille über ein Feld.  a/Archivbild

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© Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp

Mit der zum Jahresende geplanten Einführung des Klimawandelabschlags soll die Förderung von Grundwasser eingeschränkt werden. Mit diesem Schritt reagiert Vogel auf den seit Jahren sinkenden Grundwasserspiegel als Folge des Klimawandels. Sollte das aus dem Boden gepumpte Grundwasser ausgeschöpft sein, könnte eine weitere Wasserförderung nur nach einer intensiven Prüfung zugelassen werden, heißt es in der Antwort des Ministers.

Der Verbrauch von Grundwasser steigt den Angaben zufolge in Brandenburg seit dem Jahr 2002. Die verfügbare Grundwassermenge sei regional verschieden. Nach Berechnungen über die Folgen des Klimawandels in Brandenburg sei davon auszugehen, dass sich die Neubildung des Grundwassers im Durchschnitt um etwa 20 Prozent verringern werde. Nach den Prognosen wird erwartet, dass der Bewässerungsbedarf in Brandenburg zunimmt. Eine Wasserbedarfsprognose für die Jahre 2031 bis 2060 werde derzeit vorbereitet.

Der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE), der auch den US-Elektroautobauer Tesla in Grünheide mit Wasser beliefert, hat seine Kapazität der Grundwasserförderung bereits weitgehend ausgeschöpft. Als Folge deckelte der Verband die Wasserversorgung in den Verträgen mit privaten Neukunden für den Fall, dass nicht mehr Wasser aus dem Boden gepumpt werden darf. Danach sind für einen Privathaushalt nur 37 Kubikmeter Wasser im Jahr vorgesehen. Ähnliche Verträge hat der WSE auch mit Industrieunternehmen abgeschlossen. Neue Wasserressourcen werden derzeit in Hangelsberg geprüft.

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