Jürgen Klopp ist am Rande der Fußball-Weltmeisterschaft auf umstrittene Äußerungen von Bastian Schweinsteiger angesprochen worden – und hat das Interview daraufhin beendet. Eine Spitze gegen die deutsche Journalistin inklusive.
„Keine Chance“ auf Antwort und Spitze gegen Deutsche
Der frühere Trainer des FC Liverpool und von Borussia Dortmund hat bei einem Medientermin in New York eine Frage der Deutschen Welle zu Aussagen seines TV-Experten-Kollegen Bastian Schweinsteiger zurückgewiesen. „Und jetzt wollen Sie das Thema weiterdrehen. Nein, nein, ich habe keine Chance, diese Frage zu beantworten“, sagte Klopp (aus dem Englischen übersetzt) in einem von der Deutschen Welle veröffentlichten Video. Es handle sich um ein ernstes Thema. „Ich weiß nicht einmal, was man Angemessenes sagen sollte. Für afrikanische Menschen ist es eine Sache, für andere Menschen ist es eine andere“, sagte Klopp, der die WM für MagentaTV als Experte begleitet.
Anschließend führte Klopp aus: „‚Gott sei Dank‘, dachte ich, niemand würde mich dazu befragen.“ An die Reporterin gewandt sagte er lächelnd: „Sie haben einen Moment gefunden.“ Er fügte sarkastisch hinzu: „Und überraschenderweise sind Sie deutsch. Das überrascht mich so sehr. Danke Ihnen sehr.“ Anschließend verließ Klopp die Interviewsituation.
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Schweinsteiger sprach von „wildem afrikanischen Fußball“
Schweinsteiger war zuvor als ARD-Experte für seine Beschreibung des deutschen WM-Gruppengegners Elfenbeinküste kritisiert worden. Der frühere Nationalspieler hatte das Spiel der Ivorer als „afrikanischen Fußball“ bezeichnet, der „manchmal so ein bisschen unorthodox ist, ein bisschen wild ist, ein bisschen vielleicht auch manchmal nicht ganz so von der Taktik geprägt ist“.
Man müsse sich darauf einstellen, dass es „unberechenbar“ werde, sagte Schweinsteiger. Zuvor hatte er die Mannschaft als „athletisch, technisch gut“ gelobt und den Spieler Yan Diomande als „richtig stark“ hervorgehoben. Schweinsteiger wurde daraufhin im Netz vorgeworfen, rassistische Stereotype zu bedienen, wobei die Meinungen darüber auseinander gingen. Das herausfordernde WM-Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste gewann Deutschland am Samstag nach einem 0:1-Rückstand noch mit 2:1 und holte sich vorzeitig den Gruppensieg.
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