Infektionskrankheit

Knapp drei Dutzend Cholera-Tote in Haiti

Haiti droht im Chaos zu versinken: Banden versuchen, die Hauptstadt zu kontrollieren, es gibt Hunger, Gewalt und Korruption. Der Inselstaat registriert außer...

dpa
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ARCHIV - Ein mit Cholera infiziertes Kind erhält eine medizinische Behandlung.

ARCHIV - Ein mit Cholera infiziertes Kind erhält eine medizinische Behandlung.

© Mohammed Mohammed/XinHua/dpa

Haiti ist das ärmste Land auf dem amerikanischen Kontinent und leidet seit Jahren unter Korruption, Gewalt und Naturkatastrophen. Seit dem verheerenden Erdbeben 2010 mit mehr als 220.000 Todesopfern hängt Haiti am Tropf der Entwicklungshilfe. Jetzt droht das Land völlig ins Chaos zu stürzen: Seit mehr als einem Jahr kämpfen Banden brutal um Kontrolle der Hauptstadt. Tausende Menschen leiden Hunger. Die Lage ist so ernst, dass die Interimsregierung die UN zuletzt um Hilfe durch eine bewaffnete internationale Truppe gebeten hat.

Nach dem Erdbeben 2010 kam es in Haiti bereits einmal zu einer Cholera-Epidemie. Nach Einschätzungen von Experten schleppten damals nepalesische UN-Blauhelmsoldaten die Seuche in das Land ein. Über 9300 Menschen starben an der Infektionskrankheit. Erst Jahre später räumten die Vereinten Nationen ihre „moralische Verantwortung“ gegenüber den Opfern ein.

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